Deirtsch-Ostafrika.
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der normale Regenfall die landwirtschaftliche Produktion auf das vorteilhafteste, wahrend in den Mittelbezirken durch zuviel Regen stellenweise Überschwemmungen (Rusiji) und Mißernte (Daressalam) zu verzeichnen waren. Im Norden war die Ernte infolge zu starker Niederschlage in beiden Regenzeiten und der darauf folgenden außergewöhnlich dürren und heißen Monate nicht durchweg befriedigend, teilweise nur mittelmäßig.
Die Wildschweinplage, die infolge des Abschusses der Löwen und Leoparden überall in bedenkenerregen- der Weise an Ausdehnung gewonnen hat, verursachte in einigen Gegenden infolge völliger Vernichtung der Felder Notstand. Schädigungen durch Heuschrecken in erheblicherem Umfange blieben auf wenige Örtlichkeiten beschränkt. In manchen Gegenden (Mpapua) bereiteten massenhaft auftretende kleine Vögel dem Landbau empfindlichen Schaden.
Die Absatzverhältnisse und die hierauf basierende Produktion kranken nach wie vor an den mangelnden Verkehrsmitteln.
Die in früheren Jahren begonnenen Bestrebungen, Ackerbauer aus dem dichter bevölkerten Innern zur Küste heranzuziehen, wurden zwar fortgesetzt, der Erfolg war indessen ein geringer. Die Ankömmlinge wurden zumeist von den Plantagengebieten und Eisenbahnbauten absorbiert, der Rest zeigte zur Seßhaftigkeit nur wenig Neigung. Trotz dieses in natürlichen Ursachen begründeten Rückschlags wurden die als richtig erkannten Ansiedelungsbestrebungen mit aller Zähigkeit fortgesetzt.
Regen- und Witterungsverhältnisse im Innern waren allenthalben normal, die Ernteergebnisse dementsprechend gute. Die viehzuchttreibende Bevölkerung des Südwestens wurde empfindlich geschädigt durch das Vieheinsuhrverbot in Rhodesia. Ein nennenswerter Fortschritt in der Entwickelung ist nur zu verzeichnen in den Gebieten am Vic- toria-Njansa infolge der den Absatz vermittelnden Ugandabahn. Wie die hohen Exportziffern zeigen, hat sich in den Bezirken Muansa und Bukoba ein äußerst schwunghafter Handel mit Häuten und Fellen entwickelt. Indessen macht sich daselbst auch eine lebhaftere Tätigkeit der Eingeborenen auf dem Gebiete des Ackerbaues und des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten in erfreulicher Weise benrerkbar.
In gleicher Weise, wenn auch in geringerem Maßstabe ist infolge gesteigerten Konsums in den Burenansiedelungsgebieten am Merüberg eine gesteigerte Anbautätigkeit bei den Eingeborenen zu verzeichnen. Endlich haben die fortgesetzten Belehrungen durch die Verwaltung bewirkt, daß der Eingeborene innerhalb des Machtbereichs der Verwaltung sich fast überall daran gewöhnt hat, mehr anzubauen, als er für sich selbst bedarf.
Die Elsenbeinproduktion des Schutzgebiets geht mit der unaufhaltsamen Verminderung der Elefantenbestände langsam zurück, wenn der Wert der Ausfuhr auch infolge steigender Preise im Berichtsjahre höher war als 1903.
Erfreulicher Weise ist die Honig- und Wachsgewinnung von wilden Bienen, die den Eingeborenen seit Urzeiten bekannt war, in neuerer Zeit stark in Aufnahme gekommen. Der Wert der Ausfuhr stieg gegen das Vorjahr von 138 500 auf 575 645
B. Fand- und Forstwirtschaft.
1. Die Produktion der Eingeborenen.
Die Ergiebigkeit der Kautschukgebiete ist infolge der als Raubbau zu bezeichnenden unwirtschaftlichen Ausnutzungsweise der Eingeborenen in fast allen Landesteilen im Rückgang begriffen. Wenn auch die Gesamtproduktion im Berichtsjahr noch steigende Tendenz ausweist, so ist
Produktionsverhältnisse im Innern.
Elfenbein- und Wachs- produktion.
Kautschuk.