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Anlagt 8. IV.
Allgemeines.
erreichen. Mit Beginn der Trockenzeit, Anfang April, soll alsdann der Aufbruch der Expedition nach dein Innern erfolgen. Änderungen des vorläufigen Arbeitsplanes an Ort und Stelle im Schutzgebiet bleiben vor behalten.
2. Baumwollkulturversuche.
Die von der Firma Kaumann L v. Blumenthal in Kuragakaul mit Unterstützung des Komitees unternommenen Baumwollkulturversuche haben insofern ein ungünstiges Resultat geliefert, als der größte Teil der Baumwolle infolge Krankheiten (Rost?) und Insekten zugrunde ging. Trotz dieses Mißerfolges hat sich die Firma zu einem neuen Kulturversuche entschlossen, dieses Mal mit Kidney- baumwalle,' das Komitee unterstützt diese Versuche durch Lieferung von Saatgut und durch Übernahme der Beförderungskosten der Baumwolle nach Bremen.
» Arbeiten des Komitees im Interesse der Kolonien,
a) Kolonial-Maschineubau und Transportmittel.
Bei der raschen und erheblichen Ausbreitung der Sisal- und Kautschukpflanzungen in den Kolonien steht die Herstellung geeigneter Geräte und Maschinen zur maschinellen Ausarbeitung der Ernte im Vordergrund des Interesses. Für die Aufarbeitung des Sisalhanfes werden eine Reihe Maschinen auf den Markt gebracht, welche jede für sich gewisse Vorteile haben; zeichnet sich der Raspador durch Einfachheit der Konstruktion und daher geringe Reparaturen aus, so werden die amerikanischen und deutschen Systeme: Mola, Toroella, Corona usw. vielfach ihrer größeren Leistungsfähigkeit wegen vorgezogen. Die Raspadoren erfordern zu viel der bei dem herrschenden Arbeitermangel schwer erhältlichen Arbeitskräfte, und die Leistungen sind bei den enorm sich steigernden Ernten minimal, die andern Systeme sind zu kompliziert und namentlich auch durch den zu starken Verschleiß der Metallteile zu teuer. Jedenfalls ist hier noch manches zu verbessern und eine brauchbare, allen Ansprüchen genügende Maschine noch zu erfinden. Bedeutende Maschinenfabriken befassen sich mit diesem Problem; bei der in der Ma- schinenindustrie zurzeit und voraussichtlich noch auf länger hinaus herrschenden starken Beschäftigung findet diese Frage aber nicht die Beachtung, welche sie ohne Zweifel sowohl seitens der Pflanzungsbetriebe wie auch hinsichtlich des voraussichtlich größeren Absatzes der Maschinen verdient.
Die Frage der Herstellung neuer Kautschukbe-- reitungsmaschinen ist aus dem gleichen Grunde zu einem gewissen Stillstände gekommen. Mit der Herstellung der vor allem wichtigen Anzapfungsinstrumente werden fortwährend neue Versuche gemacht, jeder Augenblick bringt neue Vorschläge von draußen, doch handelt es sich meistens um kleine Abänderungen irgend eines längst bekannten und probierten Instrumentes. Jedenfalls läßt heute noch jeder Pflanzer nach seinen eigenen Ideen ein besonderes Instrument anfertigen, es ist auch kaum anzunehmen, daß man hier zu einem einheitlichen, brauchbaren Muster für jede Pflanzenart kommen wird, ebensowenig wie alle sonstigen landwirtschaftlichen Geräte, die dem gleichen Zwecke dienen, in Form nnd Ausführung sich gleichen. Für die weitere Bereitung des Kautschuks kommen zunächst die Gefäße zum Auffangen der Kautschukmilch in Frage, für welchen Zweck die gestanzten Blechbecher in den verschiedensten Formen in erster Linie in Betracht kommen. Die Koagulation des Kautschuks geschieht nach eingehenden Versuchen in Togo am besten unter Benutzung flacher