Volume 
1907: 1905/1906
Place and Date of Creation
Page
347
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Deutsch-Ncu-Guinca.

347

Anlage L. VIII

Nost und Telrgraphie.

I. Altes Schutzgebiet.

Im Berichtsjahre unterstanden der Leitung des von einem Fachbeamten (Postassistenten) verwalteten Postamts in Herbertshöhe die Postagenturen in Berlinhafen, Finsch- Hafen, Friedrich-Wilhelmshafen, Käwieng, Matupi und Stephansort. Inzwischen ist die Postagentur in Matupi aufgehoben und dafür eine solche in Sinrpsonhafen ein­gerichtet worden. Die Eröffnung einer Postagentur in Kieta steht bevor. Die Postagenturen werden von Be­amten der Landesverwaltung, Missionaren und Kauf­leuten verwaltet. Sämtliche Postanstalten nehmen am Brief-, Paket-, Zeitungs-, Postanweisungs- und Nach­nahmeverkehr teil. Zwischen Herbertshöhe und Simpson­hafen besteht eine telegraphische Verbindung,' der Bau von Orts-Fernsprechnetzen in diesen beiden Orten ist im Gange.

Der Verkehr des Schutzgebiets mit Europa wird alle vier Wochen zweimal über Sydney und Hongkong durch die Dampfer der Nustral-Japan-Linie des Norddeutschen Lloyd vermittelt. Die Dampfer dieser Linien legen in Friedrich-Wilhelmshafen, Simpsonhafen und wenn das Wetter es gestattet, auch in Herbertshöhe an. Zwischen Herbertshöhe, Simpsonhafen und Matupi verkehrt werk­täglich ein zur Postbeförderung benutztes Motorboot. Die übrigen Häfen des Schutzgebiets erhalten durch­schnittlich alle drei Monate untereinander Verbindung durch die KüstendampferSumatra" undLangeoog" des Norddeutschen Lloyd.

Über den Umfang des Verkehrs der Postanstalten im Kalenderjahr 1905 liegen Angaben zurzeit noch nicht vor.

2. Karolinen und Marionen.

Auf Ponape, Jap und Truk (Karolinen) sowie auf Saipan (Marionen) befinden sich Postagenturen, deren Verwaltung von Landesbeamten, in Truk von dem Stationsleiter der Jaluitgesellschaft nebenamtlich besorgt wird und die sich bis aus Truk mit den: Brief-, Paket-, Postanweisungs-, Nachnahme- und Zeitungsdienst befassen. Die Postagentur Truk ist nur zur Annahme und Ausgabe gewöhnlicher und eingeschriebener Briefsendungen er­mächtigt.

Im Laufe des Berichtsjahrs ist die Insel Jap an das internationale Telegraphennetz angeschlossen worden und zwar durch die Kabel JapMenado (Celebes), JapGuam und JapSchanghai. Die erstgenannten

beiden Kabel sind Ende April 1905, das Kabel Jap Schanghai am 1. November 1905 dem Verkehr übergeben worden. Jap hat demnach nicht allein auf den Wegen über Sibirien, Indien und Südafrika, sondern durch den Anschluß in Guam auch über das amerikanische Pacific-