Kamerun.
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Anlage «. IV.
MMonsberichte.
1. Bericht über die Arbeit der Basler Mission.
s,) Das MissionsPersonal.
Das abgelaufene Jahr war für unsere Mission in jeder Hinsicht ein gutes. Zwar haben wir einen Todesfall zu beklagen, und einige unter uns waren kürzere oder längere Zeit krank, aber wir müssen Gott doch danken für die gute Gesundheit, deren sich die meisten von uns erfreuen durften, und für die volle Arbeitskraft, die fast allen geschenkt war.
Auf den meisten unserer Stationen sind die Schlafzimmer durch Drahtgaze für die Moskitos unzugänglich gemacht, eine Einrichtung, die sich als sehr wohltuend erwiesen hat. In Bali hat es sich herausgestellt, daß die Station und das Land nicht so gesund ist, als man anfangs erwartet hat, manche unserer Missionare mußten dort z. B. noch mehr Chinin nehmen als auf ihren früheren Küstenstationen. Aber dennoch ermöglicht dort das kühle Klima einen vollen Gebrauch der Kräfte.
Am Ende des Berichtjahres standen 52 Männer, 24 Frauen und 3 Fräulein auf dem Missionsfelde. Von den 52 Männern sind 34 ordinierte Missionare, 9 sind Missiouskaufleute, 2 sind Werkstattvorsteher und 7 sind Baumeister, 2 der Fräuleiu arbeiten an den Mädchenanstalten in Bonaku und Edea und 1 Fräulein dient der Mission als Krankenpflegerin bei Weißen und Schwarzen. 12 Angehörige unserer Mission befinden sich zur Erholung in der Heimat. Das gesamte europäische Personal unserer hiesigen Mission beträgt somit zurzeit 91. Ferner befinden sich gegenwärtig 21 Kinder bis zum Alter von 4 Jahren hier, die sich fast alle einer guten Gesundheit erfreuen.
Mit den Missionaren teilen sich noch etwa 240 eingeborene Gehilfen in die Arbeit, die in den Mittelschulen und im Seminar herangebildet worden sind. Einige arbeiten neben den Missionaren an den Mittelschulen und deutschen Schulen, während die andern auf den 223 Außen- stationen an Volksschulen unterrichten und da, wo sich schon Gemeinden befinden, dieselben Pflegen.
b) Das Missionsgebiet und der äußere Umfang der Mission.
Auch in dem abgelaufenen Berichtsjahre hat sich die Zahl unserer Hauptstationen um eine vermehrt, indem im März d. I. die Stadt Bamum mit einem Missionar besetzt worden ist. Somit haben wir nun 12 Hauptstationen, von denen in einem größeren Umkreis vielen Stämmen das Evangelium gebracht wird. Vor: Bali aus wurden größere Reisen unternommen, um jene großen Völkerschaften im Graslande näher kennen zu lernen und sie für die Missionsarbeit vorzubereiten. Auch von Nyasoso aus ist es gelungen, bei einigen Stämmen, nachdem sie von der Regierung unterworfen waren, Eingang zu bekommen und die Arbeit unter ihnen zu beginnen, so z. B. bei den Elong. Von Bombe am Mungo aus wurden ebenfalls drei große Reisen nach Norden und Nordwesten gemacht, es wohnen dort überall zahlreiche Völkerschaften, bei denen der Lofango- bezw. Fetischdienst noch eine un-