Dei»tsch-Ne«-Guinea.
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Schiffsverkehr.
AntageL^^
Post.
ihrer Waren von Bord gestattete, entschlossen sich die Japaner von dem Bau einer Station unter den gegenwärtigen Umständen abzusehen und verließen nach elf- tägigem Aufenthalt den Hafen. Die Firma I. V. Me- lander in Kusaie ist wegen des verringerten Handels auf Antrag des Inhabers im Handelsregister gelöscht worden.
Die Einfuhr ist von 381000 -F. im Vorjahre, im Jahre 1905 auf 314 634 „L., also um 66 366 -/rk, die Ausfuhr wegen der verringerten Kopragewinnung von 200 395 rF. im Vorjahre, im Jahre 1905 auf 101 591 also um 98 804 «/L, gefallen, die Einfuhr aus Deutschland von 126 396 -/U auf 117 584 «/L, die Ausfuhr nach Deutschland von 170 606 auf 92 915 «F., also um 77 691 -F. gefallen. Die Gesamtausfuhr an Kopra beträgt im Kalenderjahre 1905 464 Tonnen gegenüber 1057 Tonnen des Vorjahres.
Der in Sän Francisco für das gesamte Jnselgebiet bestellte Regierungs-Motorschuner „Ponape" traf am 18. April ein. Nach Reparatur der bei der Strandung erlittenen Schäden kehrte er aus dem Dock in Hongkong Mitte Januar 1906 über Jap und Saipan nach Ponape zurück. An Stelle der Barkasse ist in Deutschland ein Motorboot bestellt worden. Der Motorschuner „Diana" ist seit August wieder flott und seit September wieder seetüchtig. Ein zweiter Schuner der Jaluitgesellschaft „Neptun" strandete im August, ohne daß ihn der Käufer bisher hätte ausbessern können. Der Postdampfer „Germania" reicht zurzeit für den Bedarf der Einfuhr wegen der großen Bestellungen an Bauholz nicht aus.
Der Schiffsverkehr im Langerhafen von Ponape, in der Lagune von Truk und in den Häfen von Kusaie stellt sich auf 28 bezw. 12 bezw. 10 angekommene Schiffe mit einem Raumgehalt von insgesamt 27 624 Registertons (1904/1905: 20 942) und auf 27 bezw. 12 bezw. 10 abgegangene Schiffe mit einem Raumgehalt von insgesamt 27 526 Registertons (1904/1905: 19 213).
Der Postverkehr in Ponape hat erheblich zugenommen, namentlich bezüglich der Geldeinzahlungen.
2. West-Üarott«en xinschlirMch palau.
a) Allgemeines.
Während im Jahre 1904 die zum Bezirke gehörigen Inseln Feis, Faraulip, Jfalik, Aurepik, Sorol, Ululsi und die Palau besucht werden konnten, erstreckte sich die Inspektionsreise im Berichtsjahr auf die Inseln Oleai, Sa- tuwal, Lamutrik und das unbewohnte Eiland Gaferut neben einem mehrmaligen Besuch der Palaugruppe. Wennschon die öffentliche Sicherheit nicht gelitten, waren doch Untersuchungen in zwei Mordsachen, eine davon war bereits im Jahre 1903 vorgekommen, zu führen. Bezüglich der letzteren ist die Ermordung eines Weißen Händlers auf der Insel Oleai festgestellt, in beiden Fällen erkannte das Gericht auf Todesstrafe.
Auf der Palaugruppe führte die Anfang 1905 errichtete Regierungsstation einen erfolgreichen Kampf gegen die Schildlauskrankheit' auch gelang es, die unglaublich indolenten Eingeborenen zu verschiedenen öffentlichen Arbeiten, insbesondere zum Bau eines breiten Weges durch die Insel Koror und einer Pier vom Stationshaus über das Riff bis zum Tieswasser heranzuziehen.
Neue Verordnungen für den Bezirk sind nicht erlassen, dagegen ist das bereits in Jap getroffene Übereinkommen der Handeltreibenden bezüglich Jnnehaltung derselben Preise für Waren und Löhne für farbige Arbeiter auch in den Palau in Wirksamkeit getreten.
Die behördliche Organisation ist nicht geändert worden.