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1907: 1905/1906
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Deutsch-Neu-Gninea.

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Dampfer aufgenommen, so daß nun auch ein unmittelbarer Verkehr mit den Philippinen besteht. Die durch diese Linie geschaffene Postverbindung mit dem Auslande ist^ eine dreiwöchentliche. ' ^

Gescheitert und verloren gegangen ist in dem abge­laufenen Jahre der SchoonerMonantha".

II. Jnselgebiet.

1. Ost-Karolinen,

a) Allgemeines.

Zu Beginn des Berichtsjahres, in der Zeit vom Taifun und seine Folgen 19. bis zum 22. April, ist ein so schwerer Taifun über das Jnselgebiet hinweggegangen wie er nach dem Baum­wuchs zu urteilen, das Jnselgebiet seit Jahrhunderten nicht heimgesucht hat. Die Insel Ponape selbst hat er am 20. April getroffen. Die Folgen dieses gewaltigen Naturereignisses haben sich auf wirtschaftlichem Gebiete in hohem Grade fühlbar gemacht und die regelmäßige Entwicklung empfindlich beeinträchtigt.

Verwüstet wurden: Ponape, Kusaie, Pingelap, Mokil,

Ant, Pakin, Oroluk, Fananu, Nomuin, Jnissinifau, Pissila,

Piherar und Olol. Der Wirbelsturm vernichtete 46 Men­schenleben, 6 Weiße und etwa 200 Farbige wurden ver­letzt, er zerstörte sämtliche Häuser, einen großen Teil der darin befindlichen Habe und die meisten Bäume, darunter auch zehntausende der windständigen Kokospalmen und nahezu alle Brotfruchtbäume. Die Regierungsbarkasse Fliege" sank mit drei Leuten vor der Insel Keparalap, im Langerhafen strandeten der Regierungsmotorschuner Ponape" und der Motorschuner der Jaluit-Gesellschaft Diana". Die überwiegende Zahl der Eingeborenenkanus und der Boote wurde auf das Land geschleudert und zer­schellte. Die Verluste der Regierung, der Firmen und Händler, der Missionen, sowie der übrigen Weißen be­ziffern sich rund auf eine halbe Million Mark, der schwerer zu schätzende Schaden der Eingeborenen auf das Mehr­fache dieses Betrages. DiePonape" wurde in den ersten Tagen des Juli von der durch amtliche Arbeiter ^ verstärkten Schiffsbesatzung vom Riff abgebracht. Die Nachforschungen nach der offenbar in tiefem Wasser ge­sunkenen Barkasse erwiesen sich als erfolglos.

Ein zweiter Taifun, der am 17. und 18. November die Inseln Olol und Piherar sowie die Trukgruppe be­rührte, verlief ohne größere Schädigungen.

Die außerdem vorgekommenen Stürme und starken Strömungen haben einige Bootsuufälle zur Folge ge­habt, denen ein Weißer, der amerikanische Missionar Snelling, sowie 15 Eingeborene zum Opfer gefallen sind. Das Boot des Missionars, in welchem sich noch neun Eingeborene befanden, wurde vertrieben und er­reichte erst nach etwa 90 Tagen Aurepik und Oleai in den Westkarolinen, wo jener mit noch vier Eingeborenen den furchtbaren Anstrengungen und Entbehrungen erlag.

In Pingelap hat die durch den Taifun herbeigeführte Verringerung der Nahrungsmittel in Verbindung mit dem im Oktober und November erfolgten unerklärlichen Ver­schwinden der Fische, an deren Stelle als Nahrung für die Eingeborenen das junge Mark der umgebrochenen oder sonst beschädigten Palmen als unzureichender Ersatz treten mußte, eine Krankheit hervorgerufen, welche von dem Stabsarzt S. M. S.Condor" als Pseudo-Beriberi bezeichnet wurde.

Es sind dieser Krankheit sowie dem Hunger, da die wohl­habenderen Leute eingestandenermaßen den ärmeren nicht beistanden, etwa 120 Eingeborene erlegen. Zur Hebung der

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