Jahrgang 
1905: 1903/1904
Entstehung
Seite
169
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Kamerun.

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Anlage L. IH.

MWonsderichte.

1. Bericht über die Tätigkeit der Basier Mission vom 1. April 1903 bis 31. März 1904.

I. Das Missionspersonal.

Die Zahl der ordinierten Missionare belauft sich zur Zeit auf 29, die der Kaufleute auf 6, der Handwerker auf 2 (1 Schreiner und 1 Schlosser), der Baubrüder auf 4. Dazu kommen noch 15 Frauen von Missionaren und ein Fräulein als Vorsteherin der Mädchenanstalt. Bemerkt sei noch, daß sämtliche Frauen eine kleinere Zahl Mädchen haben, in die Haushaltungsgeschüfte einfuhren und auch im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichten.

Der Gesundheitszustand war im allgemeinen ein guter. Die Chininprophylaxe wird allgemein durch­geführt. Malariafieber kommen im Vergleich zu früheren Zeiten viel seltener vor. Leider hatten wir zwei Todesfälle zu beklagen, von welchen bei einem Schwarzwasserfieber die Ursache war.

Eingeborene Lehrer stehen 163 in der Arbeit. Ihre Arbeit besteht im Schulehalten und Predigen.

II. Das Missionsqebiet und der äußere Umfang der Mission.

Der Kamerunberg ist die nordwestliche Grenze unseres bis jetzt in Angriff genommenen Arbeitsfeldes. An den südlichen und südöstlichen Abhängen des Kamerun­berges beginnend zieht sich dasselbe etwa 150 Kilometer nach Süden der Küste entlang bis zur Mündung des Nyong und erstreckt sich dann, landeinwärts an Breite etwas zunehmend und etwas nach Norden strebend, etwa ebenso weit nach Osten. Es bildet ein verschobenes Viereck von der Größe Württembergs, das ungefähr den 25. Teil des Schutzgebiets umfaßt. Es ist im großen und ganzen das Flußgebiet des Mungo, Wuri, Eluugasi und Sanaga, sowie eines Teiles des Nyong. Es bildet einen Teil des dem innerafrikanischen Hochlande vor­gelagerten Tieflandes, das sich mit Ausnahme des Nkosi- gebirges, an der Nordostgrenze unseres Arbeitsgebietes, nur wenig über den Meeresspiegel erhebt.

Im Berichtsjahre wurde die etwa 250300 Kilo- meter in nördlicher Richtung von der Küste entfernte Stadt Bali durch zwei ordinierte Missionare und einen Bau­bruder besetzt. Sie fanden bei dem .Könige und Volk der Bali freundliche Aufnahme. Mit Hilfe der Vali wurden provisorische Wohnungen und ein Schulhaus gebaut. Die Schule wird auch von Knaben benachbarter Stämme besucht.

In diesem unserer: Arbeitsbebiet sind eine Reihe nach Charakter und Sprache mehr oder weniger ver­schiedene kleinere Volksstämme bunt durcheinander gewürfelt. Da wohnen an: Süd- und Ostabhang des Kamerunberges die schmutzigen, verlogenen, für das Evangelium so loenig zugänglichen Bakwiri' auf den südlichen Ausläufern des Kamerunberges, den Bimbia- hügeln, die sich immer mehr dem Aussterben nähernden

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