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12: 1913
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187
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Berichte über neuere Arbeiten zur Deutschkunde.

anzubahnen geeignet sind. Ferner ist der presse eine besondere Abteilung gewidmet, der Sprechsaal bringt kürzere Bachrichten sür die Fachabteilnngen, auch soll über wissenschaftliche und andere Organisationen fortlaufend berichtet werden, während die zweite Ab­teilung die Leser über die Entwicklung und die Tätig­keit des Dentsch-Südamerikanischen Instituts selbst, seine Organisation, seine Veröffentlichungen und andern Unter­nehmungen auf dem laufenden erhalten soll.

Bach diesen an der spitze des bis jetzt allein vor­liegenden ersten Heftes') ausgeführten Grundsätzen ist das­selbe eingerichtet: zunächst folgen im Südamcrikaarchiv sechs kürzereAbhandlungen", ein Artikel unter Presse", drei Mitteilungen unterSprechfaul", sieben unterwissenschaftliche und andere Organi­

st

sationen", eine unterTatsachenschau", zwei unter Schriftenschau" und sodann dieInstitutschronik". Die Schriftleitung hat gleichfalls prof. Gast in Aachen übernommen, bei dem die Fäden dieses neuen verdienst­lichen Verbandes zusammenlaufen. Unter den Abhand­lungen seien die von M. de Oliveira (Lima): Aus der Vorgeschichte des Staates Süo Paulo, von Daniel Mariner: Die Eisenbahn von Arica nach La paz, von O. p. Sperber: Eisenbahnbauten in Verbindung mit Kolonisation, die auf Argentinien sich beziehende Schil­derung von Ioss M. Salaverria: Schlafendes Land und H. Schülers Hinweise auf die Absatzmöglichkeiten deutscher industrieller Erzeugnisse in Südamerika her­vorgehoben, aus derSchriftenschau die lehrreiche literar- geschichtliche Übersicht von E. Schöffer: Venezuela in der Literatur.

Prof. Dr. Fritz Kegel in würzburg.

steinente übe? neuere Arbeiten 2 ur 9eulscbkun-e.

(D. d.

Allgemeine-. Das Deutschtum im Ausland in nnsernSchul en. vonGottfriedFittbogen. Gr.-8", 42 S. Leipzig u. Berlin t9l-2, B. G. Tenbner. 60 pf.

Die Notwendigkeit, unsern Schülern die Kenntnis vom Deutschtum im Ausland zu vermitteln, wird über­zeugend nachgewiesen. Das; die Forderung aber erst tyoy gestellt worden sei, wie in der Fußnote auf S. 5 be­merkt wird, ist nicht richtig; Ricek-Gerolding, Pilz, Hans Amrhein u. a. haben sie schon vor zehn Jahren erhoben.

Fittbogen zeigt, wie sie im D., im Geschichts- und erdkundlichen Unterricht zu erfüllen sei. Die Vorschläge sind umfassend und durchführbar. Treffend sind die Aus­führungen des Verfassers, wie die vermittelten Kennt­nisse in den Dienst der nationalen Charakterbildung ge­stellt werden.

Im Anschluß an das Arbeitsprogramm - es ist der Abdruck eines vortrags des Verfassers auf der Jahres­versammlung des Berlin-Brandenburgischen Philologcn- vereins am 50. Mai t>A2 zeigt Fittbogen an zwei Beispielen seine Ausführung im Unterricht. Das erste Beispiel liefert eine Kritik desLehrbuchs der Erdkunde für höhere Schulen" von Steinhauff und Schmidt (Leip­zig UNO, B. G. Teubncr), das andere ist der Gegen­stand einer Sedan-Schulrede über die Begründung des siebenbürgisch-sächsischen volkstums.

Mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und dcutschfühlen- dem Herzen ist das Büchlein geschrieben. Die Literatur- angaben sind reichhaltig. Man merkt es kaum, daß der Verfasser nicht selber im Auslande als Lehrer tätig ge­wesen ist. Der verein für das Deutschtum im Ausland, sür den das Schriftcben wirbt, hat einen Teil der Auf­lage angekauft, weite Verbreitung daheim und draußen ist dein Büchlein in der Tat zu wünschen.

Allgemeine-. Deutschlands Stellung in der Welt­wirtschaft. von prof. Dr. Paul Arndt. (Aus Natur- und Geisteswelt, Bändchen). 2. Anfl.

8", tZoS. Leipzig OO, B. G. Tenbner. ;.22 M.

Die kleine inhaltreiche Schrift (t- Anfl. t907) will das Verständnis für die zunehmende Verflechtung des D. Beiebes in die Weltwirtschaft fördern helfen. Sie verzeichnet in knapper Zusammendrängung das wichtigste Tatsachenmaterial und erörtert die bedeutsamsten allge-

Deutsch.)

meinen Fragen - natürliche und geschichtliche Grund lagen der weltwirtschaftlichen Stellung unseres Volkes und Staates, Vorteile und Gefahren der Teilnahme an der Weltwirtschaft und weltwirtschaftliche Aufgaben mit reifem nationalökonomischen Urteil und warmer vaterländischer Gesinnung.

Die neue Auflage hat die nach den jüngsten Daten ergänzten statistischen Tabellen in einem Anhang über­sichtlich zusammengefaßt.

Deutsche vor reit. Grenze der Germanen in der jüngeren Bronzezeit. (Bach: Der germanische Goldreichtum in der Bronzezeit, l. Der Goldfund von Messingwerk bei Eberswalde und die goldene» Knltgefäße der Germanen, von prof. Dr. Gustaf Kossinna. sMannnsbibl. Nr. ;2.p 8", 26 S., ;7 Taf. n. 24 Tertabb. würz bürg Kurt Kabitzsch.

2 M., Subskriptionspreis 4 M.

Der bekannte Goldfnnd von Eberswalde gab Kos sinna den Anlaß, den germanischen Goldreichtum in der Bronzezeit näher zu behandeln. Der jetzt vorliegende erste Teil dieser Arbeit ist den germanischen goldnen Knltgefäßen gewidmet. Im Anschluß an eine Be schreibung des Eberswalders Fundes, der allein acht Goldschalen enthielt, werden die übrigen bronzezeitlichen Goldgefäße in Mittel und Bordenropa zusammengestellt. Diese kunstvollsten der europäischen Goldgefäße, deren zeitliche Stellung und Verzierung eingehend untersucht wird, sind germanische Arbeit. Das zeigen ihre Zier Muster, das zeigt besonders deutlich ihre Verbreitung, sind sie doch mit wenigen Ausnahmen in dem germa nischen Gebiet Borddentschlands und in Skandinavien gefunden worden. Eine Karte dient zur veranschan lichung der Ausführungen. Da auf dieser Karte auch die Grenze der Germanen während der ;üngeren Bronze zeit eingetragen ist, so bildet sie eine Ergänzung zu der Karte über die germanischen Siedlungsgebiete in der älteren Bronzezeit, die in derD. Erde" 1 >A 2 , Heft 4/2 veröffentlicht wurde, weiter weist der Verfasser nach, daß die Gefäße, die für den praktischen Gebrauch durch­aus ungeeignet sind, kultische Bedentnng gehabt haben. Ihre Ziermnster stellen heilige Zeichen der Sonnengott heit dar, ihre Fundverhältnisse sprechen für Opfergaben.

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