140 II. Kamerun. A. Duala.
1 Fall verstarb infolge ausgedehnter Bifs wunden anderrechten W ade. Die Verletzung betraf einen Fischer, der bei der Ausübung seines Berufs im Wasser stehend von einem Hai gebissen worden war. Es fehlte die Muskulatur der ganzen rechten Wade. Trotz der ausgedehnten Verletzung war das Allgemeinbefinden des Mannes recht gut, jedoch trat am 6. Tage nach der Verletzung Wundstarrkrampf auf und erfolgte am 9. Behandlungstage der Tod trotz sofortiger Injektion von Antitoxin (100 Antitoxin-Einheiten).
15. Andere Krankheiten.
1 Fall von Selbstmordversuch durch Genufs eines Löffels roher Karbolsäure kam in Zugang. Motiv war Kummer über den Tod eines Kindes. Unter der üblichen Behandlung erfolgte Heilung.
1 Fall von Simulation eines Strafgefangenen (Vortäuschung von Lähmung beider Beine) konnte nach 2tägiger Behandlung im Hospital geheilt entlassen werden.
1 Art leichtester Beri-beri, einen Strafgefangenen betreffend, kam in Zugang. Da der Mann seine Strafe verbüfst hatte und, um nach Hause zurückzukehren, aus der Behandlung ausschied, erfolgte die Entlassung als ungeheilt nach 1 Behandlungstage.
16. Zur Beobachtung.
18 Leute wurden auf die verschiedensten Krankheiten hin beobachtet, ohne dafs bei 16 ein Leiden festgestellt wurde.
II. Allgemeiner Teil.
1. Unterkunft.
Die Unterkunft der Beamten hat durch Fertigstellung neuer Wohnhäuser eine bemerkenswerte Besserung erfahren.
Auf die heran wachsende Jugend der eingeborenen Bevölkerung wurde ebenfalls eingewirkt durch Gesundheitsbelehrungen, über d as Wese n und d i e V e r h ii t u n g derMalaria.D v s - enterie usw. Du roh die Mitwirkung des Regie-