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II. Kamerun. A. Duala.
1 Seemann eines W oermann- und 1 Seemann eines englischen Dampfers, in Summe 47 Kranke. Aus dem Bezirk Duala suchten demnach 111 Europäer die Ilospitalbehandlung auf. Auf Tausend zur Iststärke ergibt dies 7-10,3 pro Tausend Erkrankungen mit ilospitalbehandlung.
Die Zahl der Verpfiegungstage beträgt 1859, die durchschnittliche Behandlungsdauer 11,8 Tage pro Kopf, der tägliche Krankenstand 5,0 Mann.
C. Klinischer Bericht.
(Infektionskrankheiten und allgemeine Erkrankungen.)
1. Malariafieber.
Der Gesamtzugang dieser Krankheitsform betrug 85 Eälle, von denen es sich 24 mal um Xeuerkrankungen, (31 mal um Kück- fälle handelte. Bei 2 Eällen, Privatleute betreffend, machten häufige und schwere Anfälle die Ileimsendung nötig, die übrigen wurden geheilt. Am 31. März bleiben 3 Fälle im Bestand.
Komplikationen wurden beobachtet: 1 mal harter Schanker, 1 mal Bubo und akuter Gelenkrheumatismus, 1 mal Bandwurm, 1 mal Leberentzündung mit Eilariosis, 1 mal erst Gallenfieber, gefolgt von Schwarzwasserfieberanfall, 1 mal Leberentzündung, 4 mal leichte Schwarzwasserfieberanfälle, 1 mal Dickdarmentzündung, 1 mal Urinabszel's infolge Zerreifsung der Harnröhre, liier kam es zu ungeheurer Schwellung des Hodensacks und des Dammes und wurde die Eröffnung mittels Einschnitts vom Damm her nötig. Der Lall bleibt im Bestand.
Bei den Erkrankungen wurden 3 Eälle von Malaria tertiana communis, dabei 1 mal als Mischinfektion mit Malaria tropica beobachtet. Es handelte sich hierbei um Fälle, bei denen die Ansteckung wohl nur in Duala erfolgt sein konnte. Xaeli meinen früheren Beobachtungen ist diese Form der Malaria im Duala- gcbiet früher nur sehr vereinzelt bei solchen Weifsen beobachtet worden, bei denen die Infektion im Gebirge anzunehmen war.
Das klinische Bild der Malaria wird hier bei den Meilsen, nach wie vor, fast nur durch die Malaria tropica beherrscht, im Gegensatz zu Ostafrika und auch zu Togo, wo auch die tertiana communis in einem nicht unerheblichen Prozentsatz der Eälle vorkommt.