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1905: 1903/04
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Gesundheitskommission in Daressalam. Impfungen. Kasuistik. 15

VII. Kasuistik.

Pocken.

Die Pockenerkrankungen, die früher die farbige Bevölke­rung stellenweise dezimierten und ganze Dörfer aussterben liefsen, sind entschieden in Abnahme begriffen. Hauptsächlich ist das wohl auf die fast vollendete natürliche Durchseuchung der verschiedenen Yolksstämme, zum Teil auch auf die Impfungen zurückzuführen, die alljährlich steigende Ziffern aufzuweisen haben. In dem Berichtsjahre sind nur 3 kleine, lokal begrenzte Epidemien in Amani, Muansa und Iringa mit zusammen 15 Er­krankungen und keinem Todesfall mitgeteilt worden.

Windpocken.

Eine kleine Epidemie dieser Erkrankung schildert Stabsarzt 1 )r. E eldman n (Bukoba) folgendermafsen:

In den Monaten August und September herrschte unter den Schülern der Stationsschule eine Windpockenepidemie, die 13 Zu­gänge veranlafste. Nach Auftreten des ersten Falles wurden Leh­rer und sämtliche Schüler geimpft, da Infektion mit echten Pocken vermutet wurde. Doch bewiesen die nach der in allen Fällen erfolgreichen Impfung allmählich in Zugang konmienden weiteren 12 Fälle, dafs es sich um Windpocken handelte. Die Er­krankungen verliefen in allen Fällen leicht, insbesondere kamen Komplikationen und Nebenkrankheiten nicht zur Beobachtung.

U nterleibsty phus.

Eine Erkrankung wurde aus Muansa, zwei aus Tabora ge­meldet. In allen 3 Fällen gelang es nicht, die Ansteckungsquelle sicherzustellen.

Sämtliche Fälle genasen.

Rückfallfieber.

Bedauerlicherweise erscheint dem Schutzgebiet in Gestalt des Rückfallfiebers (Febr. recurrens) eine neue Seuche erstanden zu sein. Nachdem vor etwa zwei Jahren zuerst in Tabora bei einem vor kurzem aus Suakin (Südküste des Roten Meeres) eingeführten Sudanesen-Askari Rekurrensspirillen nachgewiesen wurden, hat sich die Krankheit in diesem Jahre in gröfserem Umfange bemerk­bar gemacht.