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1907: 1905/06
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407
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Generalsanitätsbericht über d. Kaiserl. Schutztruppe f. d. Berichtsjahr 1902/03. 407

Anhang.

Untersuchung über Filariaembryonen im Blute von Negern in Kamerun (Duala).

Bei den häufigen Blutuntersuchungen auf Malariaparasiten fiel mir das außerordentlich häufige Vorkommen von Filaria- embryonen bei den Negern auf und veranlaßte mich, meine Auf­merksamkeit bei einer Anzahl Schwarzer verschiedener im Innern und an der Küste wohnender Stämme, die sich in Duala als Träger oder Soldaten zusammenfanden, auf das Vorkommen dieser Embryonen zu richten.

Ich untersuchte 195 Personen, größtenteils Erwachsene, im Alter von 18 bis 30 Jahren männlichen Geschlechts.

Von diesen hatten 1G9 = 86,5 % Embryonen in ihrem Blute. Ich fand 2 Arten, die nach der Beschreibung in der Literatur filaria nocturna und perstans waren.

Die Eilaria perstans überwog bedeutend. Ich fand sie 109 mal, also in 55,9 c /c der Untersuchten. Filaria nocturna war 38 mal --= 19,4 c /c vertreten. In 22 Fällen = 11,2 % wurden beide Arten in demselben Blute gefunden.

Ich untersuchte das Blut in den Tagesstunden. Häufige, am abend oder in der Nacht vorgenommene Untersuchungen der Filariakranken ergab keinen Unterschied des Filariagehaltes des Blutes während der verschiedenen Tages- und Nachtzeiten.

Die Neger Kameruns scheinen häufiger mit Filaria perstans behaftet zu sein, während bei Negern aus Monrovia, Sierra Leone und Togo filaria nocturna zu überwiegen scheint.

Von denen, deren Nationalität ich notiert habe, haben

beide

perstans nocturna 1 Arten

Soldaten von Stämmen aus dem Innern

(Jaunde, Buli, Bali). 60 4 5

Soldaten aus anderen Kolonien (Monro­via, Sierre-Leone, Togoleute) ... 10 30 11

Die Filaria noct. tritt fast stets in größeren Mengen als die fil. perstans auf. Ich sah in einzelnen Fällen in jedem Gesichtsfeld (Zeiss Objectiv A. A. Ocular 4) 13 bis 15 Exemplare, so daß in diesen Fällen die Gesamtmenge im Blute bis zu 40 Millionen be­trug. Abweichend von den Angaben in der Literatur zeigten die