Jahrgang 
1902: 1900/1901
Entstehung
Seite
233
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Deutsch-Neu-Guinea.

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Anlage L. III.

Missionsberichte.

a) Bismarck-Archipel.

Im Bismarck-Archipel üben Missionsthätigkeit aus:

1. die wesleyanische Mission mit 3 weißen Missio­naren an den 3 Hauptstationen Ulu für Neu-Lauen bürg und Neu-Mecklenburg, Kabakada und Raluana für Neu- Powmern. Als Gehülfen wirken 103 Eingeborene aus Neu-Pommern, Neu-Lauenburg, Neu-Mecklenburg, Samoa und Fiji.

2. die katholische Mission vom heiligsten Herzen Jesu in Buna Pope auf der Gazelle-Halbinsel (Neu-Pommern) mit 1 Bischof, 17 Priestern, 26 Brüdern, 17 Schwestern, zusammen 61 weißen Mitgliedern und 15 Eingeborenen als Hülfskräften, vertheilt auf 13 Hauptstationen.

Die Entwickelungen der Missionen behandeln die nach­folgenden Berichte:

1. Wesleyanische Mission:

Am 26. August 1900 feierte die Wesleyanische Mission in aller Stille den Festtag ihrer 25 jährigen Anwesenheit als Vertreterin des Protestantismus im Bismarck-Archipel. Mit dem genannten Datum kam die durch treue Arbeit, mancherlei Kämpfe, doch auch erfreulichen Erfolgen charak- terisirte Phase der Begründung des Werkes zum Abschluß. Die Anlage und der Charakter dieses Berichtes erlauben keinen eingehenden Ueberblick über die verflossene Zeit­spanne eines Vierteljahrhunderts. Dagegen wird die bei- gegebene, sorgfältig ausgearbeitete Statistik über den Stand der Mission, soweit eine Statistik als zuverlässiger Grad- und Werthmesser von Arbeit und Erfolgen angesehen wer­den kann, dem kompetenten objektiven Beobachter missiona­rischer Thätigkeit einen Blick in das Geschehene gestatten und die Bildung eines ziemlich richtigen Urtheils ermög­lichen. Wenn auch eines Theils nicht jede numerische Zunahme schlechthin als Erfolg anzusehen ist, so tritt auch andererseits nicht jeder gesunde Fortschritt ohne Weiteres in der Statistik als Zahlenzunahme in die Erscheinung.

Der Bestand der weißen Missionare hat im ver­gangenen Jahre keine Vermehrung erfahren trotz eindring­licher Gesuche von hier aus. Die Missionsbehörde in Sydney konnte dieselben wegen Mangels der nöthigen Mittel nicht berücksichtigen. Erneute Gesuche wurden jedoch neuerdings wieder übermittelt, besonders auch betreffs Herausbringung und Anstellung deutscher Missionare.

Im Dezember kehrten mehrere samoanische und Ma­nische Missionslehrer respektive Wittwen von verstorbenen Mijsionsgehülfen und deren Kinder, zusammen etwa 20 an der Zahl, nach ihrer Heimath zurück, nachdem Manche von ihnen beträchtliche Zeit den Interessen der Mijsion in an- erkenncnswerther Weise gedient hatten.

Rev. I. A. Crump begab sich theils aus Rücksichten auf seine Gesundheit zur Erholung nach Neu-Seeland, theils auch um die Korrektur des im Drucke befind­lichen Neuen Testaments in der Neu-Pommern-Sprache zu besorgen. Seine Rückkehr wird ungefähr ^im September l. I. erwartet.