Jahrgang 
1910: 1908/09 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
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I. Deutsch-Ostafrika.

(Bericht des Medizinal-Befcrats)

A. Ärztlicher Teil.

I. Allgemeines.

a. Das Sanitätspersonal und seine Verteilung.

Das europäische Personal für den Sanitätsdienst im Schutz­gebiet bestand im Berichtsjahr aus:

39 Sanitätsoffizieren der Schutztruppe,

1 Sanitätsoffizier der Armee,

58 Sanitätsunteroffizieren der Schutztruppe,

3 Zivilärzten, die vertraglich regierungsärztliche Funktionen übernommen hatten,

1 Gouvernementsapotheker,

1 Laboratoriumsgehilfen,

2 Kanzleigehilfen,

14 Schwestern des deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien.

Die Leitung des gesamten Sanitätsdienstes und die damit ver­bundene Yerwaltungstätigkeit lag dem Medizinalreferat ob, das vom Oberstabsarzt der Schutztruppe wahrgenommen wurde; 3 Sanitäts­unteroffiziere waren als Schreiber zugeteilt. Die technische Durch­führung der Schlafkrankheitsbekämpfung unterstand dem Sanitäts­offizier der Armee.

5 Sanitätsoffiziere und 21 Sanitätsunteroffiziere sowie 1 Kanzlei­gehilfe fanden in den großen Krankenanstalten Gouvernements- Krankenhäuser in Daressalam und Tanga, Lienhardt-Sanatorium in Wugiri, Sewa-Hadji- (Eingeborenen-) Hospital in Daressalam Verwendung.

16 Sanitätsoffiziere und 21 Sanitätsunteroffiziere waren auf die anderen ständig in Betrieb gehaltenenSanitätsdienststellen Wilhelmstal, Moschi, Aruscha, Morogoro, Kilossa, Mpapua, Kondoa- Irangi, Kilimatinde, Mkalama, Tabora, Mohoro, Tschole, Kilwa, Lindi, Malienge, Liwale, Iringa, Ssongea, Massoko, Neu-Langenburg, Bismarckburg, Udjidji, Usambara, Bukoba, Muansa und Schirati verteilt.

Zwei weitere Sanitätsdienststellen in Pangani und Bagamojo wurden durch Zivilärzte versehen, die auf Grund von Verträgen dazu gegen eine Pauschalsumme verpflichtet waren.

Medizinalberichte über die deutschen Schutzgebiete. 1908/09.

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