Der Vortrupp
9. Jahrgang M20
Nr. 2. Juli-/^. Augustheft
Zur freundlichen Beachtung.
Der Kampf für das Recht eines schwer mißhandelten deutschen Mannes — ein Kampf, den der „Vortrupp" in der Doppelnummer sZ/sH des Jahrganges 191 Y begonnen hat, und den durchzuführen uns Ehrenpflicht ist — nötigt uns auch jetzt, wie im Vorigen Jahre, wegen des auch diesmal noch dafür erforderlichen Umfanges des Leitaufsatzes eine Doppelnummer herauszugeben. Die nächsterscheinende Nummer des „Vortrupp" ist also das zweite Augustheft Nummer 16 .
Schriftleitung des „Vortrupp".
Freiburger Zustände.
Hainburg, den 30 . Juni 1920.
Diese Dinge haben uns bereits mehrfach, darunter einmal sehr eingehend, beschäftigt. Sie fallen in keines der besonderen Gebiete der „Vortrupp"-Arbeit; und dennoch macht mir die Arbeit an ihnen das Herz fast wärmer als die Arbeit für irgend etwas Andres: Gilt es doch hier den Kampf für das Recht — und welche Kulturarbeit ist nicht letzten Endes zur Fruchtlosigkeit verurteilt, so lange in den Staaten, wo sie geschieht, noch Unrecht Recht bleiben kann? Darum ist diese Arbeit „Vortrupp"-Arbeit, wenn irgend etwas in der Welt das ist. Möge — darum bitte ich ganz ausdrücklich — keiner unsrer Leser die Mühe scheuen, die Dinge, die ich ihnen heute vorzutragen habe, in allen Einzelheiten in sich aufnehmen und zu durchdenken: Gerade Der, dem diese Einzelheiten von Haus aus fremd sind, kann aus ihnen unendlich viel praktisches auch für seinen eignen Kampf ums Dasein lernen; den kämpft man besser und erfolgreicher, wenn man einmal an einem, übrigens höchst fesselnden, Linzelsalle gesehen hat, mit welchen Mitteln der Ruin eines Menschen herbeigeführt werden kann.
Ich gebe die folgenden Darlegungen punktweise, weil sie dadurch übersichtlicher werden:
I. Rückblick. (Ziffer 1.)
1. Im Doppelheft 13 /sH vom Juli 1919 schrieb ich den Leitaufsatz „Veit valenti n". Das Ergebnis dieses, auf eingehendstem Durcharbeiten der einschlägigen Urkunden aufgebauten, Aufsatzes war, ganz kurz zusammengefaßt, so:
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