Der Vortrupp
^0. Jahrgang Nr. 6 2. TNärzheft
Schlußwort.
Hainburg, den ^6. März 1924.
Aus den, durch den Krieg und die Revolution geschaffenen, wirtschaftlichen Gründen, die an der Spitze der letzten Nummer eingehend dargelegt find, kann der „Vortrupp" als selbständiges Unternehmen nicht weitergeführt werden.
Der „Vortrupp" geht deshalb im „ K u n st w a r t " auf. Der „ Kunstwart " ist der zukünftige „Vortrupp ".
Das bedeutet: Ferdinand Avenarius gibt mir als dem Führer des „Vortrupp" und des fortbestehenden „Deutschen Vortruppbundes" das Recht, da, wo ich es für nötig halte, im „Kunstwart" zur Öffentlichkeit zu sprechen. Lr wird weiter, soweit dazu die Möglichkeit gegeben ist, gern Aufsätze der Mitarbeiter des „Vortrupp" im „Kunstwart" bringen.
Der „Kunstwart" wird durch einen ständigen Vermerk kundgeben, daß er „zugleich die Fortsetzung des.Vortrupp« ist". — Ich meinerseits bitte hierdurch alle Bezieher des „Vortrupp", Bezieher des „Kunstwart" zu werden, und alle unsere Inserenten, im „Kunstwart" zu inserieren.
Die vielen Gemeinsamkeiten zwischen „Kunstwart" und „Vortrupp", die von jeher bestanden, sind unsern Lesern bekannt. Kulturpolitisch und politisch hatten beide Organe sehr ähnliche Grundlagen und Ziele. / Um nur weniges hervorzuheben: Der „Kunstwart" steht wie wir auf ^ dem Boden des „Deutschen P azifismus ", und hat mir noch kürzlich Gelegenheit gegeben, diesen Standpunkt dort ganz eingehend zu entwickeln. Ebenso ist die Stellung des „Kunstwart" zum Alkoholkapital genau die gleiche wie die unsere: Auch der „Kunstwart" bringt grundsätzlich keine Alkoholannoncen. Und was in der innern Politik / der Staatssekretär Troeltsch, zuerst unter dem Decknamen „Spektator", neuerdings unter seinem eigenen Namen, dort veröffentlicht hat, hätte Wort für Wort auch bei uns stehen können. Der Herausgeber des „Kunstwart", Ferdinand Avenarius, ist der Mann, der dadurch, daß er den „Harringa" für den Dürerbund herausgegeben hat, mir den weg in die breite Öffentlichkeit geebnet hat.
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