Jahrgang 
1917: 1917
Entstehung
Seite
513
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Der Vortrupp

6. Jahrgang Nr. N h September W7

Landesverräter."

Berlin, den 25. August 19 s?.

Am 19- Iuli ^9^7 hat sich der Deutsche Reichstag durch einen feier­lichen Beschluß zu einem Frieden der Verständigung und der dauernden Versöhnung der Völker bekannt. Der Reichstagsbeschluß lautet:

Der Reichstag erklärt:

wie am H. August ltzfH gilt für das deutsche Volk auch au der Schwelle * des vierten Ariegsjahres das Wort der Thronrede: ,Uns treibt nicht Eroberungssucht^ Zur Verteidigung seiner Freiheit und Selbständig­keit, für die Unversehrtheit seines territorialen Besitzstandes hat Deutschland die Waffen ergriffen.

Der Reichstag erstrebt einen Frieden der Verständigung und der dauernden Versöhnung der Völker. Mit einem solchen Frieden sind erzwungene Gebietserwerbungen und politische, wirtschaftliche oder finanzielle Vergewaltigungen unvereinbar.

Der Reichstag weist anch alle Pläne ab, die auf eine wirtschaft­liche Absperrung und verfeindung der Völker nach dem Rriege aus­gehen. Die Freiheit der Meere muß sichergestellt werden. Rur der Wirtschaftsfriede wird einem freundschaftlichen Zusammenleben der Völker den Boden bereiten.

Der Reichstag wird die Schaffung internationaler Rcchtsorgani-- fationen tatkräftig fördern.

Solange jedoch die feindlichen Regierungen auf einen solchen Frieden nicht eingehen, solange sie Deutschland und seine verbündeten mit Eroberungen und Vergewaltigung bedrohen, wird das deutsche Volk wie ein Mann zusammenstehen, unerschütterlich ausharren und kämpfen, bis sein und seiner verbündeten Recht auf Leben und Entwicklung gesichert ist.

In seiner Einigkeit ist das deutsche Volk unüberwindlich. Der Reichs­tag weiß sich darin eins mit den Männern, die in heldenhaftem Aampf das Vaterland schützen. Der unvergängliche Dank des ganzen Volkes ist ihnen sicher."

Die Alldeutschen und ihre Verwandtschaft haben diese Willens­kundgebung der verfassungsmäßigen Vertretung des deutschen Volkes folgendermaßen behandelt:

Noch am mildesten hat sich Herr Professor Dietrich Schäfer in der Täglichen Rundschau" geäußert. Der hat bloß gesagt:

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