Der Vortrupp
7. Jahrg. Nr. 23 1. Dezembsrhest
Fidelis.
Hainburg, den 23. November 1918 .
Bei Ariegsbeginn nahm mir der Eintritt in den Heeresdienst die — erst jetzt wiedergewonnene — Möglichkeit, unter meinem Namen öffentlich zu fchreiben. Zwei Jahre lang nahm mich außerdem militärische Arbeit so in Anspruch, daß ich mich um die Leitung des „Bor- trupp" überhaupt nicht kümmern konnte, und daß sich meine schriftstellerische Mitarbeit am „Vortrupp" auf ganz vereinzelte kleine Gelegenheitsarbeiten beschränken mußte*). Im August 1916 gewann ich die Möglichkeit zurück, in größerem Umfange für den „Vortrupp" zu arbeiten. Ich schrieb dann (von Berlin aus) die Aufsätze, die die Unterschrift „F i d e l i s" tragen, und deren erster hier am 1. September 1916 erschien. Die Richtung der Fidelis-Aufsätze ruht auf den folgenden grundsätzlichen Gedanken:
Der „Vortrupp" ist vom ersten Tage seines Bestehens an ein ausgesprochen politisches Organ gewesen; wie denn ja auch gleich seine erste Nummer (vorn s. Januar 1912) mit meinem scharf politischen Programmaufsatz „Realpolitik"**) eingeleitet wurde. Auch alle meine andern großen programmatischen Aufsätze im „Vortrupp" sind scharf politisch gewesen; sie alle sind ausnahmslos auf den Zweckgedanken abgestellt gewesen, wie man für die Ziele des „Vortrupp" die „Gesetz-
*) Ls sind dies die folgenden kleinen Arbeiten, die sämtlich die Unterschrift „Vortrupp" tragen:
„wir und die andern", Jg. 1915, Nr. 3, S. 70.
„Realpolitik", Jg. 1915, Nr. 12 , S. 233.
„Ein deutsches Wort für Invalide", Jg. 1916, Nr. 6, S. 188.
„Die europäische Kriegsschuldengemeinschaft", Jg. 1916, Nr. 13, S. ^1'
„Unser Kanzler", Jg. 1916, Nr. 12, S. 353.
„Lehrgänge für Kriegsgefangene", Jg. 1916, Nr. 1H, S. §17.«
„Htndenburg, Lhef des Generalstabes", Jg. 1916, Nr. 18, S. 573.
**) Denselben Titel habe ich dann auch dem, in der vorangehenden Fußnote bereits erwähnten, kleinen Aufsatz in Nr. 12 von 1915 gegeben, der eine einzelne Nutzanwendung aus dem programmatischen Leitaufsatze in der ersten Vortrupp» nummer zog. '
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