-.Jahrgang Nr.u. Der Vortrupp r.Iunitstk
Herauszog, von Dr. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a.D. Hans Paasche, Berlin.—verantwortl.Schriftleiter: vr.pdil. R.Kraut, Hamburg
Vortrupp-Tugend
Monatliche Beilage zum „Vortrupp", unter Verantwortung der „Vortrupp"-Schriftleitung, herausgegeben von
Nr. 6. Hans j)aasche
W6
Gegen dieIugend-Lchundliteratur.
Mit dieser Überschrift bezeichnen wir wohl am treffendsten den Kern des Buches, das jüngst Hans j) aasche herausgegeben hat. wir meinen das schon in Nr. 3 angekündigte Buch „F r e m d e n l e g i o - när Kirsch. Line abenteuerliche Fahrt von Kamerun in den deutschen Schützengraben in den Kriegsjahren
Ls handelt sich hier nicht um eine erdachte oder poetisch ausgeschmückte Geschichte, es ist vielmehr die treue Wiedergabe wirklich er Erlebnisse eines jungen Deutschen. Der Herausgeber sagt in dem Vorworte:
„Dies Buch enthält die Kriegserlebnisse eines jungen Mannes, der deutscher Art und Bildung Ehre gemacht hat.
Der Jugend, die die Welt erobern will, kann kein besseres Beispiel gegeben werden als die Gestalt unseres Helden. Sprachkenntnisse, Kenntnis der Natur und Erdkunde; offenes
*) Verlag von August Scherl G. m. b. H. jLKeis geh. t M., gebunden 2 M.
Auge, körperliche und geistige Gewandtheit, eine einfache, von Genußgiften unabhängige Lebensweise und ein Wagemut seltener Art, das sind die Kräfte, die Kirsch befähigten, sein Vaterland in dieser schweren Zeit zu erreichen.
Sein Glück in all den Wechselfällen der Irrfahrt ist wunderbar. Nachdenkliche Leser werden neben der Selbstverleugnung, mit der Kirsch sich, um einen weg zur Heimat zu finden, den Gefahren der Schlacht aussetzte, noch etwas Großes erkennen, das sich in die Erlebnisse hineinmischt: Menschlichkeit und Kameradschaft im Kreise derer, die Feinde seines Volkes waren.
Die Urkunden und Bilder, die dem Buche beigegeben wurden, gehören zu dem wenigen, was Kirsch bei seiner Flucht in dendeutschenSchützen- graben bei sich führte.
Es wird unserm Helden nicht schaden, wenn er berühmt wird; er gehört zu den Menschen, die unabhängig von dem, was hinter ihnen liegt, den weg gehen, den ihnen das sittliche Streben zeigt." —
Dies kurze Geleitwort des Herausgebers läßt deutlich die Eigenart des Buches erkennen; und es verspricht nicht zu viel. wir meinen, wenn irgend Schilderungen kühner Taten, ferner Länder, abenteuerlicher Erlebnisse den Leser zu fesseln ver-