^ L. Jahrgang Nr. s. Der DertrrrpN r.maiMK
^ Herausgeg. von Dr. Hermann M. Popert, Hamburg, und Rapitäiileutnant a.T>. ^ HansPaasche, Berlin.—Verantwortl.Schriftleiter:vr.pInI.R.Araut,Hamburg i.
vortrupp-)ugend
Monatliche Beilage zum „Vortrupp", unter Verantwortung der „vortrupp"Schriftleitung, herausgegeben von
Hans paasche W6
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) Nr. 5. § _
Inhalt. Lebensstnfen von Rudolf Bieder- stedt, — Ein Danziger Sonntag von Larl Will. — Was uns Nietzsche erzählt von A» Ehrentreich. — Wollen und Wirken svolksjugendwandern» — Noch etwas zur Lazarelterziehung. — Wir wehren uns. — Aufruf des Siedlungsheims zu Lhar- lottenburg. — Die Freideutsche Jugendbewegung.)
Tebensstufen.
vier Lebensstufen der Völker und Menschen sehe ich im Leben der Welt:
willenlos egoistisch: an Glauben, Erkenntnis und willen unfähig, Nächstenliebe zu üben.
Unfrei reformerisch: die Erkenntnis seiner Pflicht besitzen und doch nicht zur befreienden Tat gelangen können.
Frei reformerisch: Jeden Augenblick fähig und bereit, die erkannte Pflicht im festen Glauben an den Sieg zu erfüllen.
Schaffend reformerisch: Stets danach trachten, über die erkannte Pflicht hinaus im Glauben an die Aufwärtsentwickelung der Menschheit durch die selbstlose Tat neues Leben zu schaffen.
Auf dieser Stufenleiter schreiten die Völker empor vom einfachen selbstischen Triebleben zu dem Glau
ben an die Allgemeinheit und zu der Erkenntnis, dieser Gemeinschaft verpflichtet Zu sein. Sie streben empor zur Tatbereitschaft im Sinne christlicher Religionsanschauung und sehnen sich nach Vollendung. Das aufwärts strebende Volk empfindet die Sünden seiner Glieder gegen den eigenen Geist als herabziehende Fessel.
wie das ganze Volk muß auch der einzelne Mensch die ersten Stufen ersteigen, um zu der Höhe zu gelangen, wieviele bleiben auf den ersten stehen, verharren in Selbstsucht und verflachen! Die aber weiter dem Pfad zur Höhe folgen, die schaffen allein am Volk und sorgen sich um die Gefahr des Abstieges. Sie rufen ihre Mitmenschen stets auf, höher zu schauen, einem Ziele zuzustreben, das nicht in ihnen oder gar unter ihnen liegt, sondern das im Heil, in der Gesundheit des Volkes ihnen entgegenleuchtet. Die Zahl dieser Strebenden zu mehren und sich ihre Arbeit in weitgehendem Maße zunutze zu machen, ist der Plan des werdenden Volkes.
Ohne eine große Schicht freitätiger Menschen kann ein Volk dem drohenden Niedergang nicht