II. Kaiser Wilhelmsland.
Der deutsche Anteil an Neu-Guinea nimmt denlNord- osten der Insel zwischen 2° 32' bis 8° S. und von 141 0 bis 148° O. ein mit einem Flächenraum von 181 650 qkm. Die in ihrem Verlauf von WNW. nach OSO. gerichtete Küstenlinie wird durch zwei tiefer in das Land eingreifende Meeresbuchten, die Astrolabe-Bai und den Huon-Golf, gegliedert.
Der erste Abschnitt vom Germania Huck bis zum Kap della Torre, die Finschküste und Hansemannküste, ist ziemlich einförmig, das Torricelli-Gebirge (gegen 900 m) und das Alexander-Gebirge (etwa 1200 m) streichen der Küste parallel und schieben einzelne Küstenvorsprünge gegen das Meer vor. Vom Kap della Torre bis Stephansort im inneren Winkel der Astrolabe-Bai hat die Küste einen bogenförmigen Verlauf, dann setzt sie sich nach OSO. bis zum Kap König Wilhelm an der Dampier-Strafse als bergige, vielzackige Macleyküste fort, um eine breite, von Bergland erfüllte Halbinsel zu .bilden, die im Kap Cretin endet und im Süden vom Huon-Golf umrandet wird. Im westlichen Teile derselben, nahe der Astrolabe-Bai, erhebt sich das Finisterre-Gebirge, im Osten der 2347 m hohe Cromwell-Berg, an dessen Nord- fufs die Küste in drei Terrassen aus gehobenen Korallenkalken 250—300 m amphitheatralisch aufsteigt. Den Südrand gegen den Huon-Golf hin bildet der Bergzug der 1000 bis 1200 m hohen Rawlison-Berge.
Der Aufbau des Innern wird durch eine gewaltige Erhebung, ein wohlgegliedertes Kettengebirge, das in der
Fitzner, KoJonial-Handbuch, II. Bd. 2 . Aufl. 4