q. Jahrgang Nr.
Der Vortrupp
16. September M3 ^
Herausgegeben von vi'. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a. D. ! Hans paasche, Berlin. — Verantwortlicher Schriftleiter: vi. pliil. R. Kraut, Hamburg. »
! Mitteilungen
des Deutschen Vortrupp-Bundes
Nr. 9
Zn zwangloser Reihenfolge (von Oktober bis Mai in der Regel einmal monatlich) als Beilage zum „Vortrupp" für die Vortrupp-Gruppen und Vortrupp-Freunde herausgegeben von der Geschäftsführung des „Deutschen Vortrupp-Bundes"
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Limas zum neuen Arbeitsplane.
In diesen Tagen wird in den Vortruppgruppen und in den Kreisen unsrer Freunde die Frage erwogen: Wie gestalten wir den Arbeitsplan für das Winterhalbjahr? In den „Mitteilungen" Nr. 9 — N des vorigen Jahres ist diese Frage eingehend erörtert und dabei besonders Nachdruck darauf gelegt worden, daß unsre Freunde versuchen möchten, die Vortruppgedanken dort zu verbreiten, wo sie bisher wenig oder gar keinen Eingang gefunden haben. „Laßt uns Sämänner sein, die reichen Samen ausstreuen und mit starkem Glauben der Ernte harren." So hieß es damals.
Die meisten Vortruppgruxpen sind zurzeit durch den Heeresdienst vieler Mitglieder zur Einschränkung ihrer Werbetätigkeit gezwungen, aber jede Gruppe, jedes einzelne Mitglied ist imstande, dafür zu wirken, daß weite Volkskreise zukunftsfroh an das Deutschtum der Werdenden glauben lernen. )m Sinne des „Helmut Harringa" gilt es, Kampfgenossen für unsres Vaterlandes Zukunft'um unser Banner zu scharen. Nicht nur in den Kreisen unsrer tapferen Krieger, nicht nur in den Lazaretten und Heilstätten, sondern überall, wo Menschen über den Ernst unsrer Zeit nachdenken, sollten unsre Freunde die Vor
truppsaat ausstreuen. Das kann natürlich am besten geschehen, wenn recht viele Hefte des „Vortrupp" mit grundlegenden Aufsätzen verbreitet werden. Es ist nicht so schwer, festzustellen, welcher Gedankenkreis am besten auf einen Menschen, den man zum Mitwirken gewinnen möchte, einwirkt. Danach sollten die Nummern des „Vortrupp" ausgewählt werden. Kann sich an die Übersendung ein Gespräch oder ein Briefwechsel anschließen, um so besser.
Aus den ersten drei Jahrgängen sind noch gute Bestände verschiedener vortrupphcfte vorhanden, und der Verlag ist gern bereit, die gewünschten Nummern zum verteilen in Bekanntenkreisen, an unsre Soldaten auf den Bahnhöfen, zur Weitergabe an Lazarette, zum Senden ins Feld, zur Übermittlung an vereine usw. zur Verfügung zu stellen. Hoffentlich wird von diesem Anerbieten recht guter Gebrauch gemacht. Sollte man über die gewünschten Hefte nicht selbst entscheiden können, so genügt auch die Angabe, nach welcher Richtung hin man einzuwirken wünscht, ob man n. a. für Bodenreform, für den Kampf gegen die Alkoholnot, für Naturschutz, für Erziehungsreform, für rechte Ernährung usw. erwärmen möchte. In diesem Falle werden die in Frage kommenden Hefte vom Verlage ausgesucht und mit Auskunftsblatt übersandt werden. Auf diese Weise kann auch da, wo eine umfangreichere Tätigkeit zurzeit nicht entwickelt werden kann, kräftig für die Ausbreitung der vortruxpgedanken gewirkt werden.
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