Jahrgang 
1915
Seite
5
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4. Iahr^i, ' - I e r D 0 r t r u p p ;e- Februar M5 !

^ ' ^. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a. D. ^

^ t?ans Paasche, Berlin. Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. pkil. R. Kraut, Hamburg 20. ^

! Mitteilungen

des Deutschen Vortrupp-Bundes

M5

Inhalt. Nicht rasten! Aus der Vortrupp-Arbeit.

licht rasten!

Nachdem in den ersten Monaten^nach dem Kriege zunächst in fast allen Vortrupp- Gruppen die eigentliche Werbearbeit unter­brochen worden war, zeigen jetzt eine größere Anzahl Ortsgruppen erfreulicherweise eine besonders rege Tätigkeit. Die Behandlung der Fragen in den einzelnen Gruppen:lVas sollen wir tun? Welche Aufgaben erwachsen den daheim gebliebenen Vortrupp-Mitglie­dern? welche Anforderung stellt unsere ernste Zeit an jeden vaterlandsfreund und besonders an jeden vortruppler? wie haben wir uns die Neugestaltung des deutschen Lebens nach dem Kriege zu denken?" und anderer Fragen mehr, zeigen, wie allgemein die Erkenntnis erwacht ist, daß die Gegenwart an jeden Ein­zelnen unter uns ganz besondere Anforderun­gen stellt, wer sich für das Geschick seines Volkes und Vaterlandes mit verantwortlich fühlt, wird ihnen kräftig zu entsprechen suchen.

lvenn auch die Arbeit in den einzelnen Vortrupp-Gruppen besonders dadurch er­schwert ist, daß so viele tüchtige Mitglieder zur Zeit im Kriegsdienst stehen in zwei Gruppen sogar sämtliche männlichen Mit glieder so vermag doch auch eine ganz kleine Schar, sobald sie nur von der nötigen Begei­sterung und Einsicht erfüllt ist, eine Tätigkeit zu entfalten, die den dereinst ans dem Felde heimkehrenden Freunden dann ganz besondere Freude bereiten wird. Erfreulich ist es, daß so viele Mitglieder in allen Gruppen, soweit

irgend ihre Verhältnisse es ihnen gestatten, der Kriegshilfe und dem Roten Kreuz sich zur Verfügung gestellt haben. Die wirkungs­vollste Arbeit, die der gegenwärtige Kriegs­zustand von jedem unserer Volksgenossen ver­langt, kann nur im Anschluß an die bestehen­den Organisationen geleistet werden. Es entspricht dem Vortrupp-Geiste, wenn unsere Freunde dabei allzeit in erster >!>inie stehen. Ist es doch für sie dann gleichzeitig auch eine ehrenvolle Aufgabe, von dem Vortrupp- Geiste, der sie beseelt, dort etwas zu bekunden, wo er so oft leider fehlt. Mehrfach ist es der Einwirkung unserer mitarbeitenden Freunde gelungen, zu verhindern, daß dauernd statt Liebesgaben" unseren tapferen Kriegern Leidesgabcn" ins Feld gesandt wurden. Ls sollte noch weit mehr von unseren Freunden darauf hingewirkt werden, daß möglichst viel Dörrobst, gnte Fruchtsäfte, Fruchtmnse und vasten unseren Kriegern ins Feld gesandt werden*). Die zahlreichen, bisher eingegan­genen Feldbriefe zeigen, wie gerade diese Ga­ben unseren Kriegern so hoch willkommen sind, wie sie durch diese Gaben nicht nur erquickt und erfrischt, sondern auch gestärkt und leistungs­fähiger und ausdauernder gemacht werden.

Besonders ist es zu begrüßen, wie bei unsern Freunden die Überzeugung dauernd wächst, daß trotz mancher Schwierigkeiten die gegen­wärtige Zeit doch besonders gut geeignet ist, für die Ausbreitung desVortrupp" zu wer­ben. Sehr viele Menschen sehen heute mit weit größerem Ernste in die Tage der Zukunft, die so dunkel noch vor uns liegen. !veit mehr Menschen empfinden heute, wie sehr sie dafür

Ls wird dringend gebeten, dabei die betr. Anzeigen in jederVorirnpp"-Nummer zu beachten.