4. Jahrgang Nr. l? Der Vortruxx September M
Herausgeg. von vr. Hermann M. Popert, Hamburg, und «avitänleutnant a.D. Hans Paasche,Berlin. - veranwortUSchrMeiter: vr. pkll. R.Rraut,k?am
Vortrupp-)ugend
Monatliche Beilage zum „Vortrupp", unter Verantwortung der „vortrupp".Schriftleitung, herausgegeben von
Nr. 9 Hans Laasche M
Inhalt, von d^er Erhaltung der wander-
F. w. Lörster. — wir und^die Anderen von Gustav w^ehrt. — wollen und wir-
Von der Erhaltung der Wandervogelarbeit.
(Aus einem Briefe von der Front.)
. . . Die Frage: was wird aus den jungen Menschen, die dem Wandervogel entwachsen? ist außerordentlich wichtig. Gilt es doch, die Aufgabe zu lösen, wie wir das, was in dem jungen Wandervogel geschaffen wurde, erhalten und stärken können. Und es sind zweifellos unschätzbare Werte, die in der Wandervogelarbeit errungen werden. Auf sie setze ich die größte Hoffnung für unsere Zukunft. Darum ist es mein sehnlichster Wunsch, daß der Wandervogel stark bleibe, daß er die Gefahren überwinde, die ihm zu drohen scheinen.
Man kann hier draußen schwer über die Dinge urteilen, die daheim vor sich gehen; wir können nur von unseren Erfahrungen und unseren Hoffnungen reden. Wie oft wünsche ich, hier mehr Wandervögel zu
finden, von der Art, wie man sie zuvor kannte. Und oft denke ich: Hätten alle die jungen Menschen, die aus dem Wandervogel hervorgingen, die Güter bewahrt, die ihnen anvertraut wurden, wären sie alle auch später, auch als Soldaten, Wandervögel geblieben, man müßte mehr von ihrem Geiste verspüren. Fehlt es an Gemeinschaften, die die älteren Wandervögel aufnehmen, die auf der durch den Iugendbund geschaffenen Grundlage weiterbauen? Man sollte meinen, es wäre für die Jugend, die dem Wandervogel entwächst, reichlich gesorgt. Ls gibt genug )ugend- vereinigungen, denen sie beitreten kann: alle die freideutschen studentischen Vereinigungen, der Bund deutscher Wanderer usw. Wo keine Ortsgruppen solcher geeigneten Verbände bestehen, muß die Jugend sich selbst Gemeinschaften schaffen. Gereifte junge Menschen, die zu Führern werden können, werden sich überall finden. An geistigen Führern fehlt es nicht; wir haben Zeitschriften, die jungen, aufstrebenden Menschen Wege und Ziele