Volume 
1915
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Dann ging die gewaltige Dünung des Skagerraks über ihn hinweg."

Wenn es ein Buch gibt, das jedem, der das Meer liebt, Heimweh wecken kann, dann ist es dies Werk Gorch Focks. Die ganze Pracht des Meeres ist darin, und sein ganzer Schrecken. Und vor allem: ein großer und guter Mensch wandert durch seineStre- mel", Klaus Mewes, der in aller Schlichtheit ein -Held ist.

Uns tun solche Bücher gut in dieser Zeit, in der wir den großen Zug, der durch allesLrdenleben geht oder doch gehen sollte, spüren müs­sen, wenn uns nicht angst werden soll.Wirmöchtendiessröhliche,starke und doch tiefernste Werk jetzt in vie­len Händen sehen. Ls zeigt uns mit solch mahnender und wohltuender Klarheit, daß das Leben nichtig ist, wenn wir es nicht aus seine Grund­werte zurückführen und auf den Zu­sammenhang mit Himmel und See, Erde und Heimat, mit dem Mandel und Wechsel der Jahreszeiten.

V o rtruvp - Jug end.

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; Wollen ;

; und Wirken ;

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^ Bilder aus der lebensreformerischen *

. Jugendbewegung unsrer Zeit . H>__

Deutsche Ariegspfingsten.

Wir feiern Pfingsten, das Lest des Geistes. Nicht des Geistes schlechthin,

*) Als der Verfasser uns diesen Auf­satz sandte, war die Mai-Nummer der Vortrupp-Jugend" schon gedruckt. Nun

sondern des Geistes, der Leben schafft. Rriegsxfingsten! Mehr als in früheren Jahren lebt in uns e i n Geist, ein eini­ger alles beherrschender heiliger Geist. Lebt er wirklich in uns allen? Lebt er auch in mir? Das sei die ernste Frage, die einen jeden bei der Leier der deut­schen Rriegsxfingsten bewege.

Welcher Art ist dieser heilige Geist unserer Zeit, und wie lebt er in uns und durch uns? Ein neuer Geist ist es, der im August ^9^ in unserem Volke erwachte. Das deutsche Volk als Ge­samtheit wie jeder Einzelne empfand diesen neuen Geist der Wahrheit und Gradheit, diesen Geist der Hilfstätigkeit und Einheit. Er empfand ihn und empfindet ihn noch täglich in dem Ernst und der Gewalt unserer Uriezstage. Aber Empfindung ist Augenblicksstim­mung. Erlebnis allein schafft Leben! Ein untätiger Geist ist nichts wert und wirkt wie eine ungeborene Tat lastend und hemmend auf unser vorwärts-auf- wärts strebendes Volksleben.

Ofingsten ist das Fest der Tat, die geboren wird aus dem schaffenden Geiste der ehernen Zeit. Deshalb genügt es nicht, die neuen Gedanken, die der Krieg weckte, zu empfinden. Die Empfindung umschaffen in Erlebnis, das tätiges Leben schafft, dies ist die Aufgabe unserer Zeit, die uns das vfingstfest lehrt. Dieser neue heilige Rriegsgeist kennt nicht Arm und Reich, nicht Hoch und Niedrig, nicht Geld und Gut. Für ihn gibt es nur ein einiges tätiges deutsches Volk. Wir alle haben es empfunden; viele haben es auch erlebt und erleben es täglich. Aber wer hat diesen Geist bis ins Innerste erlebt und im Hinblick auf ihn seine Stel­lung zu den irdischen Dingen, zu Mensch und Volk nachgeprüft und sein Leben unter diesen gewaltigen neuen Gesichts­punkt gestellt? Das Vfingstfest fordert die Beantwortung dieser Fragen. Wir feiern den hehren Geist von ^9^^5, indem wir ihn völlig zu erleben suchen.

erscheint der Aufsatz erst nach Pfingsten. Wir meinen aber, er wird unsern Lesern auch jetzt noch willkommen sein.

Vortrupp-Jugend.