Volume 
1915
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41
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q. Jahrgang Nr. Der Vsrtruxx l.Zuni

Herausgeg. von Dr. Hermann M. popert, Hamburg, und RaMnleutnant a.D. HansPaasche,Berlin.-verantwortl.Schriftleiter:vr.pIii1.R.Kraut,Hamburg20

Vortrupp-Jugend

Nr. 6

Monatliche Beilage zumVortrupp", unter Verantwortung dervortrupp".Schriftleitung, herausgegeben von

Hans Laasche

M5

An einen gefallenen Freund.

So viele unserer Besten sterben den Heldentod für's Vaterland. Du bist einer von ihnen. Du zogst aus so gläubig und treu, so ganz aus freiem, innerem Drang, dein ge­liebtes Vaterland zu schützen, seine Frauen und Kinder zu bewahren vor Krieg und Glend. Dein Herz war voll von Liebe für die Menschheit, voll von Idealen. Du wolltest den Himmel auf die Lrde herab bringen. Du hattest eine unendlich große Aufgabe, so groß, daß nur Herzen wie das dei- nige sie fassen konnten, diese Auf­gabe. Aber sonnig und froh lachten deine Augen, als du schon wußtest: Bald geht's hinaus,bald trag ich meinen ganzen inneren Reichtum hinaus aufs Todesfeld. Männer von solcher Schönheit hat Deutschland. Und es darf ihr Blut verlangen.

Du wußtest wohl, es bleiben viele hier und führen vielleicht ein sorgenloses Wohlleben weiter; und Manche von ihnen säen unbewußt nur Gift mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Tun. Warum gingst du? Du wolltest deinem Volk doch wieder Frohsinn und Licht bringen. Aber du wuß­test es wohl: Viele von denen, die nicht mit hinaus ziehen können, werden in dieser Zeit noch viel treuer arbeiten. Und eins wuß­test du auch: Du kannst nicht sterben, keiner dieser jungen herrlichen Kraft­gestalten mit den reinen leuchtenden Augen kann sterben. Luer Lebens­werk ist nicht dahin mit eurem hei­ligen Gvfertod. Nein, du lebst weiter in deinen Freunden. Sie arbeiten für dich mit. weißt du noch, wie du und deine Braut mir halft in schwerer Zeit? Nicht wert wäre ich eurer Freundschaft, wollte ich sie nicht betätigen in treuer Ar­beit in unserer großen Sache.

An der Jugend deines Volkes wolltest du arbeiten. Das ist es, was wir nun mit ganzer Kraft tun müssen. Liebe wollen wir den