H ». Jahrgang Nr. ? Der Vortrupp ,.Märj l9I5
? !?erausgeg. von vr. Hermann M. Popert, Hamburg, und Napitänleutnant a.D. ^ HansPaasche,Berttn.-verantwortl.Schriftleiter:vr.pKU.R.Araut,hambur^
Vortrupp-Jugend
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Monatliche Beilage zum „Vortrupp", unter Verantwortung der „Vortrupp"-Schriftleitung, herausgegeben von
Hans L)aasche
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Kammer. — wollen und wirken (Fünf gung^ ^ ^ ^
Unsere feinde!
Draußen vor unseren Grenzen tobt der gewaltige Kampf um unser Dasein und mahnt uns daheim an den Kampf um uns selbst, um unser eigenes Sein. Lin jeder muß ihn durchkämpfen, um ein Tatmensch zu werden. Wer stellt sich uns in diesem Streit entgegen, und wie fassen und vernichten wir unsere Feinde?
)n diesem Kampf um uns selbst sollen neue Gedanken und gesundere Gewohnheiten an die Stelle unserer alten Lebensweise treten. Doch unser an Genüsse gewöhnter Körper und Geist wehrt sich gegen die Unruhe des Kampfes und den Gesundheit bescherenden Umsturz; er anerkennt nicht die Nützlichkeit und Wohltätigkeit des Neuen; er wehrt sich mit vielen Ausreden da
gegen und zieht alles heran, was ihm irgendwie behilflich sein könnte, seine Ungestörtheit zu bewahren. Einige der unendlich vielen Gegner bieten vielen kleineren Schutz. Sie selber aber sind trotz ihrer Macht — sie beherrschen so manches Leben — feige und senden ihren Diener, die Lüge und Unwahrhaftigkeit, voraus, um sich selber dahinter zu verbergen. Sie müssen wir aus unserem Inneren mit ihrem Diener hinauswerfen und durch steten Kampf fern halten. Diese Feinde sind die Eigenliebe, die Eitelkeit und die Furcht.
Grausam beherrscht die Selbstsucht das Leben des Menschen und verschafft ihm viele bittere Stunden. Sie fördert das Verlangen nach immerfort gesteigerten Genüssen und größerer Bequemlichkeit, wie sie weicher Luxus bietet. Sie raubt uns den Blick für die Schäden in unserem Volk. Rücksichtslos, herrisch und unduldsam macht sie den Menschen.' s Wir wollen sie bekämpfen durch die Pflege des Allgemeinsinnes und durch die Anteilnahme an den Nöten und Sorgen unseres Nächsten.