3. Jahrgang Nr. (6
Der Vortrupp
16. August
Herausgegeben von vi'. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a. D. Hanspaasche, Berlin. — verantwortlicher Schriftleiter: Vv. pltil.R. Kraut, Hamburg 20.
Mitteilungen
des Deutschen Vortrupp-Bundes
In zwangloser Reihenfolge (von Oktober bis Mai in der Regel einmal monatlich) als Beilage zum „Vortrupp" für die Vortrupp-Gruppen und Vortrupp-Freunde
8^ Geschäftsführung des „Deutschen Vortruxx-Bundes"
Inhalt. Zum lvinterarbeitsplan. —Soziale Fericn- gruppe zu Hamburg. — Nochmals von einigen Außer'
Zum Winter-Arbeitsplan.
verschiedene Vortrupp-Gruppen werden, soweit die noch zur Verfügung stehenden Kräfte in diesen ernsten Tagen es gestatten, in den nächsten Wochen sich bereits mit der Festlegung des Arbeitsplanes für den Winter beschäftigen. Es hat sich in allen Gruppen, die auf ein halbes Jahr voraus und auch länger dieser nicht ganz leichten Arbeit sich unterzogen haben, aufs beste bewährt, die Richtnngslinien der Arbeit für einen längeren Zeitraum zu ziehen. Auch sollten einen Arbeitsplan diejenigen Gruppen zu schaffen sich versuchen, die noch nicht erstarkt sind und nur mit sehr wenigen Hilfskräften rechnen können. Er ist der Wegweiser nach vorwärts und verhindert das allzu oft aus Seitenxfade führende versuchen und Tasten.
vor der Festlegung des Arbeitsplanes, dessen Zusammenstellung am besten einen: kleinen Ansschusse von zwei bis drei Mitgliedern zu übertragen ist, muß der Arbeitsausschuß der betr. Gruppe natürlich über alle für den Arbeitsplan in Betracht kommenden Fragen sich klar sein. Er muß Richtungslinien festgelegt haben zur Werbearbeit für die kommenden Monate, bei denen man die Jahreszeit und mancherlei sonstige Umstände wohlweislich in Rücksicht zn ziehen hat. vor allem muß die Frage nach verschiedenen Richtungen hin erörtert werden, durch welche Mittel man versuchen will, dem „Vortrupp" neue Volkskreise zu erschließen und sein Lesergebiet zu
erweitern, um so die Vortrupp-Gedanken tiefer ins Volk führen und allen Lebcns- resormvereinigungen aufs beste dienen zu können. Es muß auch vorher genau festgelegt werden, welche Mitglieder sich für die Arbeiten der Werbetätigkeit, welche für die Arbeiten in und mit der presse, welche für die Vorbereitung von Versammlungen, Wanderungen und sonstigen Veranstaltungen zur Verfügung stellen, welche wünsche in der letzteren Beziehung früher geäußert sind, welche Erfahrungen man bisher gemacht hat und was aus ihnen zu lernen ist nnd manches andere mehr. Zede Vortrupp-Gruppe wird gewiß auch gern alle Bestrebungen zu unterstützen suchen, die aus die Linderung der durch den Krieg hervorgerufenen sozialen Not gerichtet sind und in ihrem Winterprogramm darauf Rücksicht nehmen.
Auch dann kann eine Festlegung auf bestimmte Tage noch nicht ohne weiteres erfolgen. während alle Frühjahr-, Sommer- und Hcrbstveranstaltungen der Vortrupp- Gruppen zumeist in die freie Natur verlegt und in den meisten Fällen für die jüngeren Mitgliedch mit Wanderungen verbunden werden, kann diese vcrsammlungsform im Winter nur in einigen wenigen Fällen gepflegt werden, wenn man nicht gar zu viele Vortrupp-Kreise ohne weiteres ausschließen will nnd dadurch verhindert, neue Gebiete nnd neue Kreise sich zu erobern, vor der Festlegung der Versammlungen spielt also die Frage des Lokals eine besondere Rolle und sie zu lösen, ist für alle Gruppen mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten solange verknüpft, solange in den verschiedenen Städten nicht eigene Vortrupp-Häuser entstanden sind, die für alle Lebensrcformvcreinignngcn