Volume 
1914
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13
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3. Jahrgang Nr. 6 D ? l D O v t v U p p (6. März M4 ^

Herausgegeben von Vi'. Hermann M. Popert, Hamburg, und Kapitänleutnant a. D. » Hanspaasche, Berlin. Verantwortlicher Schriftleiter: Ilv. pliil. R. Kraut, Hamburg 20. »

Mitteilungen r

des Deutschen Vortrupp-Bundes !

Nr.I

In zwangloser Reihenfolge (von Gktobcr bis Mai in der Regel einmal monatlich) als Beilage zumVortrupp" für die Vortrupp-Gruppen und Vortrupp-Freunde herausgegeben von der

Geschäftsführung desDeutschen Vortrupp.Bundes"

1914

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Inhalt. Aus zur Tat! Der LeitaufsatzDie Federmode". lverbemöglichkeiten.

Auf zur Tat!

Zu dem Aufsatz in Nr. 2 von Gtto Bahnson: Im Ramxfe gegen Rinderelend".

Dieser Aufsatz erörtert die Sachlage und zeigt den Weg zur Abhilfe. Warum nicht sofort die Tat folgen lassen? Die Sache ist so klar, daß kaum Widerspruch möglich ist. In allen andern Fragen: Frauenfrage, Boden­reform usw. gibt es heftige Rümpfe, wenn die Sache zur Sprache kommt. Hier gewiß nicht. Und der Weg der Abhilfe ist so einfach. Line soziale Tat ohne viel Mühe winkt hier.

Das wäre etwas für den Vortrupp! Da könnte er sich vor der Öffentlichkeit zeigen und sich Sympathie erwerben. Hier dürfen wir auf viele Mitarbeiter rechnen. Hier steht uns die gesamte fresse offen.

Wie ich mir die Agitation denke?

Interessierung der Öffentlichkeit, aller möglichen Vereine, der Gemeinden, der Be­hörden, der Abgeordneten. Petition des Vor­trupp-Bundes an den Reichstag.*)

Das ist nicht so schwer zu machen. Ls wird manchem eifrigen Mitgliede möglich sein, den Aufsatz von Bahnson vollständig oder auszugsweise zum Abdruck in größeren Tages­zeitungen zu bringen.

Kleinere Blätter, besonders auf dem Lande, können nicht so viel Raun: gewähren. Da muß sich der Vortruppfreund hinsetzen und einen ! ganz kurzen und klaren Auszug nach dein ^ Artikel verfassen und den Weg zur Abhilfe !

durch Gesetzesändcrung scharf hervorheben. Je nach der Sachlage ist zu erwähnen oder nicht, daß die Anregung vomVortrupp" ausgeht.

Ls darf ja kein Blatt Übergängen werden. Auf die Lrbauungsblätter und sonstige Blätter sozialer Richtung, vielleicht sogar auf manche Fachschrift, ist Rücksicht zu nehmen. Gerade da ist das dankbarste Publikum. Da die Zeitungen nicht immer gern mit Konkurrenz- blättern gleichlautende Artikel bringen, so sind in solchen Fällen Aufsätze mit verschiede­nem Wortlaut und Titel zu verfassen. Dann bemerkt man bei der Übergabe oder Über­sendung, daß derselbe Aufsatz nicht an andere Zeitungen versandt werde. Auf die Lrleichte- rung von Armenlasten, der Kosten für ver­wahrloste Kinder und der Kosten der Rechts­pflege ist hinzuweisen, daß also Gemeinde, Staat und gemeinnützige Vereine Interesse an dieser Sache haben und daß der Weg zur Abhilfe so einfach sei.

Wo ein Artikel nicht Aufnahme findet, ist oft einLingesandt" anzubringen.

Man wird die Aufnahme eines Aufsatzes leichter erzielen, wenn man sich die Lmpfeh- lung bekannter Persönlichkeiten besorgt. In den meisten andern Fragen ist es oft sehr schwer, die Unterstützung einflußreicher Per­sonell zu finden, eben weil die Fragen strittig sind und auch viel Geistesarbeit erfordern. Das fällt bei dieser Frage ja ganz weg. Mail kann sich in dieser Sache getrost an Leute wenden, denen man sonst nie nahekommen kann. Man darf die gestrengsten Vorgesetzten ohne Furcht damit behelligen.

Was ist einfacher als folgendes:

Herr X., ich bin der und der, Sie ent­schuldigen usw. Ich habe eine kleine Bitte, die weder Mühe noch Kosten macht, nur fünf