z. Jahrgang Nr. 2
Der Vortrupp
16. Januar 1911
Herausgegeben von Di'. Hermann M. j)opert, Hamburg, und Aapitänleutnant a. D. Hans Paasche, Berlin. — Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. piiil.R.Araut, Hamburg 20.
Mitteilungen
des Deutschen Vortrupp-Bundes
In zwangloser Reihenfolge (von Oktober bis Mai in der Regel einmal monatlich) als Beilage zum „Vortrupp" für die Vortrupp-Gruppen und Vortrupp-Freunde » herausgegeben von der
^ Geschäftsführung des „Deutschen Vortrupp-Bundes"
Aum neuen Jahre herzlichen Heilgruß!
KnudAblborn,
In reicher Lulle sind zum Jahreswechsel der Schriftleitung des „Vortrupp", den: Arbeitsausschüsse, dem Geschäftsführer und der Geschäftsstelle des „Deutschen Vortrupp- Bundes" treue Wünsche für eine gedeihliche Entwicklung und Ausbreitung des Vortrupp- gedankens gesandt worden. Es ist leider unmöglich, jede einzelne, die Empfänger so sehr erfreuende Zuschrift zu erwidern. Deshalb wird an dieser Stelle herzlich für alle Segenswünsche, die erkennen lassen, wie freudig überall das Vortruppwirken begrüßt wird, gedankt, und ebenso warn: werden sie gleich- ! zeitig an die einzelnen Absender damit zurückgegeben. Wir hoffen, daß unsere Freunde mit uns in neuer Begeisterung für unsere Aufgaben und mit neuen: unerschütterlichen Glauben an den Sieg unserer Sache gleich uns in das neue Jahr eingetreten sind. Heil der Vortrupp-Arbeit ( 91 H!
So erfreulich unsere Zahl auch während der ersten beiden Aampfjahre des „Vortrupp" gewachsen ist, gegenüber der gewaltig großen Menge unserer Volksgenossen, die den Nöten unserer Zeit gegenüber gleichgültig oder zurückhaltend sich verhalten, oder gar jede Mitarbeit abwehrend, ist sie noch
klein, und unser erster Wunsch an das neue Jahr muß sein, sie im Laufe der vor uns liegenden zwölf Monate verdoppelt oder verdreifacht zu sehen. Das ist ein Wunsch, den erfüllen zu helfen, in der Hand jedes Vortruppfreundes liegt. Mit dem Anwachsen unserer Zahl wächst auch der Einfluß unserer Arbeit. Und Vortrupparbeit ist zu keiner Zeit so notwendig für das Beste unseres Volkes gewesen wie heute. Vortrupparbcit ! leisten heißt furchtlos hinweisen auf bestehende Miß- und Notstände, auf alles das, was den Aufstieg unseres Volkes hindern kann. Wer das Deutsch tun: unserer Zeit richtig als das Deutsch tun: der Werdenden erkannt hat, weiß, was diese Arbeit, bei der der Gedanke der Rassenhygiene Immer wieder in den Vordergrund tritt, für unser Volk bedeutet. Vortrupparbeit aber beschränkt sich nicht auf die Antik, sie verdient den Namen nur, wenn der, der sie leisten will, selbst durch die Tat des Beispiels wenigstens eine der in Betracht kommenden Lebensreformen energisch vertritt. Vortrupparbeit ! leisten heißt, sich freimachen von Zwang und von Unsitten, die als Haupthindernisse einer gedeihlichen kulturellen Entwicklung des Volkes sich erwiesen haben, heißt aber vor allen: auch, Bahn dort zu bereiten suchen, wo irgendein Wirken in: Vortruppsinne noch nicht geübt worden ist. Daß der Ruf „Freiwillige vor" zu tatkräftiger freudiger Mitarbeit besonders in den Reihen unserer engeren Freunde in: neuen Jahre einen besonders nachhaltigen Widerhall finde, ist ein Wunsch, dessen Erfüllung wieder::::: in den:
! wollen jedes einzelnen liegt. Aber es ist ^ dringend notwendig, daß den: Rufe gefolgt ^ werde. Wie stets bei sozialem jdionier-