Volume 
1914
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2. Jahrgang Nr. 13 I S V D 0 2 1 v U P P !« I«li 191^ tz

Herausgegeben von Dr. Hermann M. Popert und Kaxitänleutnant a. D. ^ Hans paasche. verantwortlicher Schriftleiter: vr. R. Kraut, Hamburg ?

^ Ainderbeilage

von

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! Nr. r Heinrich Scharrelmann vn

Die Tarnkappe.

Lalli Sörensen! Lalli!" rief Ulrich wendtland, als er aus der Schule kam, seinem Freunde zu, der mit Victor Scheroffsky ein paar hundert Schritte vor ihm ging.

Lalli und Victor warteten, bis Ulrich sie eingeholt hatte.

G, Lalli, ich weiß was Feines! wollen wir beide heute Abend Theater spielen? Du hast doch schon meine Laterna Magika ge­sehen, nicht? Jetzt habe ich noch eine Zauberdose dazugekriegt, damit kann man zaubern. Es wird eine feine Vorstellung, wir wollen auch Eintrittsgeld nehmen: 5 Pfennige für den ersten j?latz und 2 Pfennige für den zweiten."

wo wollen wir denn spielen?"In Hagemanns Schuppen. Da ist viel j)latz."Gut," sagte Lalli,ich spiele mit. Aber was soll ich tun?"Du mußt dich als Llown anziehen und Kunststücke machen. Du kannst doch so feinen Handstand machen und auf den Händen gehen und Koxfheister schießen? Immer wenn eine Num­mer zu Ende ist, dann kommst Du und machst Spaß. Mußt Dir was Schönes ausdenken."

Lalli überlegte. Er war ein kleiner geschmeidiger Bursche, dem man schon die Gewandtheit ansah. Sein Freund Victor Scheroffsk^ aber war gerade das Gegenstück von ihm. Auffällig dick und plump, hieß er in der Klasse allgemeinNaucke". Er war der Stärkste von allen Iungens in der Schule und konnte Lalli mit einem Arm stemmen.

Ich komme auch," warf er jetzt ein.Ich ziehe meinen Turn- trikot an und bin der stärkste Mann der Welt. Hagemanns sollen uns ein paar große Gewichte leihen, damit will ich wohl Kunst­stücke machen."