Über einige als Schattenbäume und Fruchtpflanzen im Küstengebiet von Deutsch-Ostafrika gezogene Pflanzenarten, sowie über ihre Blüte- und Fruchtzeit in Dar-es-Saläm.
Von
Regierungsrat Dr. Franz Stuhlmann und Gouvernementsgärtner Paul Weise.
An der Küste von Deutsch-Ostafrika fallen zwischen 900 und 1300 Millimeter Regen, die mittlere Jahrestemperatur wird etwa 26 n C. betragen. Vom Mai bis November ist die kühlere Zeit des Südwest-Monsums, vom Dezember bis April die heißere Zeit des Nord- ost-Monsums. Für den Norden bis etwa Dar-es-Saläm fällt die Hauptregenzeit in die Monate April und Mai, die kleine Regenzeit in den Monat November, doch sind auch die übrigen Monate nicht ganz trocken. Die scharfen Nordostwinde schaden in der heißen Zeit manchen Kulturen sehr.
Für die meisten Bäume geschieht die Anzucht am besten in gut vorbereiteten Samenbeeten. Es empfiehlt sich, die Leguminosensamen in warmem Wasser einige Zeit einzuweichen. Die Verpflanzung geschieht am sichersten, wenn man die Sämlinge in kleine, aus Bananenoder Schraubenpalmenbast gefertigte Körbchen verpflanzt, dieselben sich darin gut bewurzeln läßt und sie dann mit den Körbchen in Beginn der Regenperiode an ihren Standort pflanzt, wo man einige Zeit vorher ein Pflanzloch ausgehoben hatte. Undurchlässiger toniger Untergrund und dadurch gebildetes stagnierendes Grundwasser wird von fast keiner Pflanze ertragen.
Es mögen nun einige Notizen über die verschiedenen, im Versuchsgarten zu Dar-es-Saläm kultivierten Baumarten folgen, wobei zu bemerken ist, daß der Boden dort sehr arm und sandig ist.
I. Schattenbäume.
1. Acacia arabica ist als Schattenspender nicht brauchbar, aber sonst einer der nützlichsten Bäume, indem die Rinde Gerbstoff und