Jahrgang 
1903: Erster Band
Entstehung
Seite
162
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Über einige als Schattenbäume und Fruchtpflanzen im Küstengebiet von Deutsch-Ostafrika gezogene Pflanzenarten, sowie über ihre Blüte- und Fruchtzeit in Dar-es-Saläm.

Von

Regierungsrat Dr. Franz Stuhlmann und Gouvernementsgärtner Paul Weise.

An der Küste von Deutsch-Ostafrika fallen zwischen 900 und 1300 Millimeter Regen, die mittlere Jahrestemperatur wird etwa 26 n C. betragen. Vom Mai bis November ist die kühlere Zeit des Südwest-Monsums, vom Dezember bis April die heißere Zeit des Nord- ost-Monsums. Für den Norden bis etwa Dar-es-Saläm fällt die Haupt­regenzeit in die Monate April und Mai, die kleine Regenzeit in den Monat November, doch sind auch die übrigen Monate nicht ganz trocken. Die scharfen Nordostwinde schaden in der heißen Zeit manchen Kulturen sehr.

Für die meisten Bäume geschieht die Anzucht am besten in gut vorbereiteten Samenbeeten. Es empfiehlt sich, die Leguminosensamen in warmem Wasser einige Zeit einzuweichen. Die Verpflanzung ge­schieht am sichersten, wenn man die Sämlinge in kleine, aus Bananen­oder Schraubenpalmenbast gefertigte Körbchen verpflanzt, dieselben sich darin gut bewurzeln läßt und sie dann mit den Körbchen in Beginn der Regenperiode an ihren Standort pflanzt, wo man einige Zeit vor­her ein Pflanzloch ausgehoben hatte. Undurchlässiger toniger Unter­grund und dadurch gebildetes stagnierendes Grundwasser wird von fast keiner Pflanze ertragen.

Es mögen nun einige Notizen über die verschiedenen, im Ver­suchsgarten zu Dar-es-Saläm kultivierten Baumarten folgen, wobei zu bemerken ist, daß der Boden dort sehr arm und sandig ist.

I. Schattenbäume.

1. Acacia arabica ist als Schattenspender nicht brauchbar, aber sonst einer der nützlichsten Bäume, indem die Rinde Gerbstoff und