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1912: 1912
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Der Vortrupp

1. Jahrgang Nr. ^2 ^6. Juni W2

Hinweis.

Diese Nummer sollte einen Aufsatz von mir zur Frage des Zwei­kampfes bringen. Die große Zahl lesenswerter Beiträge, die uns erfreulicherweise andauernd zugeht, macht es aber für die Schrift­leitung notwendig, Raum zu schaffen. Deshalb verzichte ich dies­mal und stelle den Aufsatz für eine der ersten Nummern des nächsten Vierteljahres zurück. Hermann Popert.

Maldläufertum.

wer mit der Eisenbahn von p>otsdam her nach der Reichshaupt­stadt fährt, den führt der Zug durch den Grunewald. Er ist ja durch den Kampf, den Großberlin um seine ungeschmälerte Erhaltung mit dem preußischen Forstfiskus führt, in seiner Bedeutung alsLunge" der Riesenstadt bekannt geworden. Dieser märkische Wald, der so eigen schön dasteht, mit seinen rotstämmigen Kiefern, zwischen denen sich hin und wieder Laubwerk findet, ist dem Berliner ans Herz ge­wachsen. Die Menschen hier lieben ihn in ihrer Art so heiß, wie es eben nur Erdenkinder tun können, denen das Schicksal die Gaben der allgütigen Natur karg zubemessen hat.

wenn der Zug den Wald durcheilt hat, dann steigt die Riesenstadt auf. Ein dumpfer Brodem liegt über den unzähligen grauen Häusern, die trotz allen Unterschieden doch nicht das Bild einer großen öden Steinwüste bannen können. Schwer atmet der Fremde, der an freie Berg- und Waldluft gewöhnt ist, wenn er in diesem wirrsal von Straßen, Ecken und Plätzen ängstlich seinen weg sucht. Denn um ihn braust der gewaltige Sang der Arbeit! Das hastet, drängt, stößt vor­wärts, unaufhaltsam gleich einer Lawine. Schrill tönen die War­nungszeichen der Elektrischen, die Signale der Schutzleute; rollend und knatternd eilen wagen dahin. Menschen rufen, schreien, laufen vorwärts, nur vorwärts! Ö, es ist zermalmend, die Angst der Armen, Gehetzten zu sehen, denen die graue Sorge ihre Schmerz­falten auf die Stirn gemeißelt hat. Der Hunger nach Brot oder

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