Der Vortrupp
2. Jahrgang Nr. 22 ^6. November W3
Großreinmachen.
Im Aufsatz „Unsre Tonart" habe ich gesagt „Der Vortrupp wird sich nie aus irgendeine persönliche Zänkerei einlassen, wird sich auch nie zu einer provozieren lassen." Von diesem Grundsätze wollen wir auch jetzt nicht abweichen: Die Dinge, über die wir heute die Wahrheit feststellen, sollen — wenn irgend angängig — damit für uns erledigt sein. Das bedeutet: Nachdem dieser unser Aussatz erschienen sein wird, werden sich noch die Gerichte eine Zeitlang mit der Aburteilung der Hauptschuldigen zu beschäftigen haben; von dem Lärm aber, den die Betroffenen voraussichtlich machen werden, wird im „Vortrupp" weiter keine Notiz genommen werden.
Daß wir die Feststellungen selbst heute vornehmen, ist nötig. Unsre Leser, und auch die weiteste Öffentlichkeit, die ja mit Unwahrheiten über uns geradezu bombardiert worden ist, haben ein Recht daraus. Es handelt sich nicht einmal in erster Linie um die Interessen des „Vortrupp", sondern noch viel mehr um die Interessen der öffentlichen Ehrlichkeit, wir bitten daher auch unsre Leser, die Aufklärungen, die dieser Aussatz gibt, bis in die entferntesten Winkel unsres Vaterlandes, Deutsch-Österreichs und der Schweiz zu tragen. Die Bitte, diese Aufklärung systematisch, lang an dauernd und immer wiederholt vorzunehmen, richten wir ganz besonders an die Vortruppgruppen, ebenso aber auch an alle andern Organisationen und Personen, die am „Freideutschen Iugendtag" teilgenommen haben. Damit die Aufklärung erleichtert wird, wird dieser Aussatz auch als Vortrupp-Flugschrift erscheinen. Die Aufklärenden werden dabei sicher die Hilfe aller Anständigen unter den Redakteuren und sonstigen Männern der Öffentlichkeit aus ihrer Seite haben, ebenso die Hülse aller Organisationen, die uns nahe stehen: des Dürerbundes, des Bundes Deutscher Volkserzieher unter Wilhelm Schwaner, der großen Verbände der Abstinenten, der Bodenresormer, der Frauen usw.
wir bitten auch jeden einzelnen unsrer Leser, diesen Aussatz, trotz seiner Länge, von Ansang bis zu Ende genau dnrchzulesen. Daß er sich nicht langweilen wird, glauben wir ihm versprechen zu