Jahrgang 
1913
Seite
577
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Der Vortrupp

2. Jahrgang Nr. O Oktober W3

Freideutsche Zukunft.

Lin Gruß zur Jahrhundertfeier auf dem Hohen Meißner.

Am ^0. Oktober treten, auf dem Hohen Meißner bei Rassel, tausende junger deutscher Menschen alsfreideutsche Jugend" zum ersten Male zusammen. Sie einen sich dort unter dem heiligen Zeichen der Freiheitskriege, sie rufenalle, für die das ,Vorwärts' unsres Blücher gilt", zu einer begeisternden Feier wahrer Vater­landsliebe. Unter den Aufrufen, die zu diesem Feste des Deutsch­tums der werdenden laden, steht auch der Deutsche vortruxxbund.

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t. Das Gelöbnis der Tat.

Ja, wir vomVortrupp" glauben, daß dieser Bund der Jugend zu dem Gesunden gehört, was in unserm Land und Volk wächst und wird. Denn durch die Rundgebungen derer, die ihn geschaffen haben, weht kein schwüler Hauch von Asthetentum und ^)erversion nein, ein herber, nordischer wind: der klare Wille zur Arbeit. Die frei­deutsche Jugend bekennt sich zu einemernsten, freien Gefühl der Verantwortlichkeit". Deshalb verwirft sie die bloßenWorte und Gefühle" einesunfruchtbaren" Patriotismus; sie will einen frucht­baren, der nicht redet und schwelgt, sondern der sichneue Ziele" steckt. Darum tritt sie zusammenim Gelöbnis der Ta t", darum verbrüdert sie sichzu gemeinsamer Arbeit". Und wenn sie sich stolz als die wahre Nachfolgerin der alten der echten Burschen­schaft fühlt, so tut sie das, weil sie gewillt ist, wie jene,am Anfang einer Bewegung" zu stehn, nicht am Anfang müder Selbstbespiegelung: Die freideutsche Jugend fühlt sich nicht als eine Gesellschaft tatscheuer Ästheten, sie will ja gerade eine Tat gemeinschaft sein. Darum ge­hört derVortrupp" an ihre Seite.

Ein Wille, der solche Richtung nimmt, ist jetzt gesund nun gilt es zu wirken, daß er auch gesund bleibe. Das aber kann er