Volume 
1913
Page
353
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Der Vortrupp

2. Jahrgang Nr. ^2 ^6. Jnni

Unsre Tonart.

Ich will in drei Aufsätzen Einiges über die Methode unsrer Arbeit sagen. Dieser Aussatz hier ist der erste der drei; die beiden andern, die irn Lause der kommenden Monate erscheinen werden, sollen Aktualität" undBuchkritik" heißen.

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Unsre Tonart ". wer denVortrupp" einige Monate lang gelesen hat, der wird gesunden haben, daß es wirklich eine besondreVortrupp-Tonart" gibt. Sie ist, scheint mir, bei Mit­arbeitern und Herausgebern aus dem Wesen unsrer Arbeit selbst geboren worden: anders kann diese Tonart nicht gut entstanden sein, denn Verabredungen über sie hat niemand getroffen. Das Wesen unsrer Arbeit aber soll, unsern Wünschen nach, dieses sein: Wirmöchtenwirken. wi rmöchten Dauerndeswirken. wir möchten, daß unser wirken ein Ausbauen sei. Und das Streben nach diesem Inhalt unsrer Arbeit stellen wir nach Arästen auch dar in der Art, wie wir reden.

wir möchten wirken:

wirken kann nur, wer selbst weiß, was er will, und wer s o spricht, daß der Hörer das merkt: wer wirken will, muß b e st i m m t sein. Es gibt, wie Gustav Frenssen mir einmal sagte, Aufsätzedie sich winden wie sterbende Aegenwürmer". Für solche Aufsätze ist imVor­trupp" kein Raum; dasJa, aber-wesen" findet bei uns keine Stätte.

wir möchten Dauerndes wirken:

Darum suchen wir s o zu schreiben, daß wir die Ernsthaften und Verantwortungsbewußten im Lande ganz besonders auch in der Jugend aus unsre Seite bringen. Denn was die ersaßt haben, das halten sie fest. Solche Menschen aber kann man nicht beschwätzen,