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10 Jahre Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft : Festschrift zum 11. Juni 1918 / [hrsg. vom Ausschuß des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft]
Entstehung
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sitzenden der Abteilung Lüderitzbucht. Nach dem letzten Bericht versammelte sie täglich 60 Kinder um sich. Diese sangen nicht mehr ihre alten Lpiellieder, sondern mit Begeisterung vaterländische Weisen, wie Deutschland, Deutschland über alles" undDie Wacht am Rhein". Den Geburtstag des Kaisers und der Kaiserin feierten sie trotz der englischen (Okkupation in alter Weise.

Leit Anfang sßs? haben die Gngländer eine Post­sperre über Lüdwest verhängt; so haben wir im Augen­blick keinerlei Nachricht vom Jugendheim. Wir hoffen jedoch, daß es trotz des Krieges seine so standhaft und mutig fortgeführte Arbeit unentwegt weiter leisten wird und warten nur die Wiederherstellung des Ver­kehrs ab, um unsere Tätigkeit für dasselbe in vollem Umfange wiederaufzunehmen.

Mädchen-Ausreisen.

Bereits vor der Gründung des Frauenbundes sandte der Vorsitzende der Deutschen Kolonialgesell- schaft Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg aus einem der D. K. G. zur Verfügung stehenden Fonds weibliche Familienangehörige nach Lüdwest.

Der Frauenbund suchte nach Angliederung seiner .Arbeit an die D. K. G. die Bewerberinnen für Stellungen in Lüdwest aus, und Leine Hoheit bewilligte ihnen von Fall zu Fall das Reisegeld. Die Mädchen wurden auf das genaueste geprüft und ärztlich unter­sucht. Nur wenn sie sich des besten Leumunds er­freuten, nahm der Frauenbund sie in seine Listen auf. Monatlich wurden sie mit Dampfern der Woermann-