sitzenden der Abteilung Lüderitzbucht. Nach dem letzten Bericht versammelte sie täglich 60 Kinder um sich. Diese sangen nicht mehr ihre alten Lpiellieder, sondern mit Begeisterung vaterländische Weisen, wie „Deutschland, Deutschland über alles" und „Die Wacht am Rhein". Den Geburtstag des Kaisers und der Kaiserin feierten sie trotz der englischen (Okkupation in alter Weise.
Leit Anfang sßs? haben die Gngländer eine Postsperre über Lüdwest verhängt; so haben wir im Augenblick keinerlei Nachricht vom Jugendheim. Wir hoffen jedoch, daß es trotz des Krieges seine so standhaft und mutig fortgeführte Arbeit unentwegt weiter leisten wird und warten nur die Wiederherstellung des Verkehrs ab, um unsere Tätigkeit für dasselbe in vollem Umfange wiederaufzunehmen.
Mädchen-Ausreisen.
Bereits vor der Gründung des Frauenbundes sandte der Vorsitzende der Deutschen Kolonialgesell- schaft Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg aus einem der D. K. G. zur Verfügung stehenden Fonds weibliche Familienangehörige nach Lüdwest.
Der Frauenbund suchte nach Angliederung seiner .Arbeit an die D. K. G. die Bewerberinnen für Stellungen in Lüdwest aus, und Leine Hoheit bewilligte ihnen von Fall zu Fall das Reisegeld. Die Mädchen wurden auf das genaueste geprüft und ärztlich untersucht. Nur wenn sie sich des besten Leumunds erfreuten, nahm der Frauenbund sie in seine Listen auf. Monatlich wurden sie mit Dampfern der Woermann-