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Deutsch-Neu-Guiuea. Jnselgebiet.
Rings um das Stationsgebäude wurde ein breiter Weg mit mehreren kürzeren Verbindungswegen angelegt. Auf den einzelnen Inseln wurde der Ausbau des Wegenetzes unter Heranziehung von Steuerarbeitern gefördert.
Die Jaluitgesellschaft in Truk baute ein großes Kopralager und einen Kaufladen, die Hauptstation in Ponape ein Wohnhaus aus Holz für einen Europäer. Die japanische Südseehandelsgesellschaft verlegte ihre Niederlassung nach Wela und errichtete eine Anzahl Gebäude aus Holz und Wellblech.
West-Narotinen, palau und Marianen.
I. Verwaltung.
Berhältnis Im Berichtsjahre wurde der äußere Frieden nicht gestört, das Verhältnis zu den Ein- den Eingeborenen blieb ungetrübt.
geborenen. Die Taifune der letzten Jahre hatten es nötig gemacht, die überzähligen Volksteile von den am schlimmsten verwüsteten Inseln der Oleai- und Mortlock- grnppe, von Pingelap und den südlich von Palau gelegenen Atollen nach den hohen und schwach bevölkerten Inseln Ponape, Palau und Marianen überzuführen, wo Nahrung für sie im Überfluß vorhanden ist und wo sie als volkswirtschaftlich wertvoller Zuwachs dauernd angesiedelt werden sollten. Die Unruhen in Ponape und die Gefahr, daß sie dort zu Hörigen Herabsinken würden, machte dann Ende 1908 die Abschiebung der Mortlockleute nach Saipan erforderlich. Leider erwies sich diese Verpflanzung als nicht glücklich. Im Gegensatz zu den mit den Saipankarolinern eng verwandten Oleaiern konnten die Mortlocker auf Saipan nicht heimisch werden und wurden daher im April 1910 mit ihren aus Truk untergebrachten Leidensgefährten nach ihren Inseln zurückbefördert, die sich mittlerweile von den Schäden des Taifuns erholt hatten. Auch die vorher schon nach Saipan verbrachten Bewohner der 1905 zerstörten Süd-Atolle kehrten nach Sonserol zurück. Nun sind von den letzteren noch 129 auf Palau angesiedelt, auf den Marianen befinden sich 200 Oleaier, 60 Pingelaplente und 64 Samo- aner, die aus politischen Gründen 1909 aus ihrer Heimat entfernt werden mußten.
Expeditionen. Einer systematischen Erforschung des mikronesischen Jnselgebiets galt die Volt eitler Hamburger Stiftung nusgesandte „Peiho-Expedition", die unter der Führung des verdienten Ethnographen Augustin Krämer die Inselgruppen Jap, Palau, die zentralen Karolinen und die südlichste bereits nach den Molukken hinweisende Insel Tobi besuchte.
Die Phosphatfunde in Mikronesien hatten eine zweite „Natuna"-Expedition unter der Führung des Hnuptmanns Friederici zur Folge, deren Nachforschungen sich aber mehr auf den Bismarckarchipel und polynesische Inselgruppen als auf Mikronesien erstreckten. Nur auf Feis wurde eilt größeres als das zuerst vermutete Lager festgestellt.