Oeutsch-Neu-Guinea.
(Inselgebiet: Ost-Narolinen, West-Narolinen mit palau und Marianen, Marschallinseln.)
Ost-Narolinen.
I. Verwaltung.
Die Ruhe ist nicht gestört worden. Airs Ponape kann die Lage jedoch noch Allgemeines, immer nicht befriedigend genannt werden. Die in Angriff genommene Umwandlung der Lehen in Eigentum, verbunden mit der Ablösung der Tributzahlungen und einer als Entgelt dafür von den seitherigen Lehenspflichtigen zu leistenden 15tägiger: Arbeitspflicht, kann nur allmählich und mit größter Vorsicht erfolgen. Machtmittel, um die Durchführung zu erzwingen, stehen nach Verringerung der melanesifchen Polizeitruppe auf 50 Mann nicht zur Verfügung.
Die Durchführung des Wegebaues und Erschließung der wild zerklüfteten und unzugänglichen Insel Ponape, deren einzelne Staaten und Landschaften nnr auf dem Seewege erreichbar sind, wird im Laufe der Jahre die notwendige, ständige Fühlung mit den Eingeborenen ermöglichen.
Die Eingeborenen der Trnkgrnppe haben sich der im Berichtsjahre erstmalig auferlegten Steuerpflicht durch 15 tägige Arbeitsleistung willig unterzogen. Von der Ablösung der letzteren durch Zahlung einer dein üblichen Lohn von 15 Arbeitstagen entsprechenden Barsteuer von 6 Mark wurde in nennenswertem Umfange nicht Gebrauch gemacht. Nnr wenige im festen Vertragsverhültnis stehende Eingeborene zahlten die Steuer in bar.
Die weiße Bevölkerung des Bezirks hat sich um zwei Personen vermehrt. Bevvtterang. Die Tabellen des statistischen Teils geben über Geschlecht, Alter, Wohnsitz, Staats- Weiße, angehörigkeit, Berns und Konfession Aufschluß.
Die im Vorjahre in Saipan angesiedelten Eingeborenen der niederen Atolle, Farbige, insbesondere der Mortlockinseln, wurden wieder in ihre Heimat zurückgebracht; nachdem festgestellt war, daß die seinerzeit von eurem Taifun schwer mitgenommenen Heimatinseln sich von den erlittenen Schädigungen erholt hatten und der Anbau der zur Ernährung nötiger: Bodenerzengnisse möglich war.
Zudem waren die umgesiedelten Leute irr den neuen Verhältnissen nicht heimisch geworden. Nach Schätzung wohnen auf Ponape 3500 bis 4000, auf den Truk- inseln 15 000, auf Kussai 600 und auf den übriger: Inselgruppen 7000 Menschen.
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