Jahrgang 
1911: 1909/10
Entstehung
Seite
91
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Togo

lvesen.

I. Verwaltung.

Im Berichtsjahre wurde eine Karte der Landschaften um den Agil im Maß- Kartographie stabe 1 : 50 000 herausgegeben. Diese Karte ist im wesentlichen durch die Tätig- keil der Landkvmmission entstanden. Andere Neuerscheinungen sind nicht zu ver­zeichnen. Die Kartographie des Schutzgebietes ist namentlich im Bezirk Lome- Land durch zahlreiche Routenaufnahmen des Bezirksleiters und an der Ostgrenze durch die Arbeiten der TogoDahomeyGrenzkommission sehr gefördert worden.

Nach Auslösung der Grenzkommission machten zwei Mitglieder der deutschen Abteilung eine telegraphische Längenübertragung AddahLome, welche Lome der geographischen Länge nach bestimmte, und eine Längennbertragung Lome

Palime. Das Ergebnis war, daß Togo in den See- und Landkarten vier See­meilen zu weit östlich eingetragen war.

Vom 14. Dezember 1908 bis 16. Januar 1909, vom 6. bis 19. Dezember 1909 und vom 24. Januar bis 19. Februar 1910 wurde durch S. M. S.Sperber" die Seevermessung der Togo-Küste vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Messun­gen liegen fertig bearbeitet vor.

Im Vermessnngsamt waren ein Landmesser 7 Monate und ein Vermessungs­techniker 12 Monate beschäftigt. Die Haupttätigkeit mußte der Erhaltung und Fortführung des vorhandenen Materials für Grundbilchzwecke gewidmet werden.

Von den sollst ausgeführten Arbeiten sind zu erwähnen: die Vermessung und Ein­teilung der Marktplätze all der Eisenbahn-Neubaustrecke LomeAtakpame, die Vermessung der Aufforstung am Haho lind Baloe, der Ackerbalischule in Nuatjä, die Ausführung der Anschlußvermessungen zwischen den Längenbestimmungs- Pseilern der Grenzkommission in Lome, bei Hilakonji (Bayolmeridian) und den betreffenden Polygon-Endpunkten der früheren Küsteneiseilbahll-Veriilessnng teils dnrch Polygonzüge, teils durch kleine Dreiecksmessungen.

Die örtlicheil Arbeiten der gemischten Deutsch-Fckanzösischen Kommission zur Abgrenzung des Schutzgebiets Togo gegen Dahomey fanden im Dezember 1909 einen vorläufigen Abschluß. Das Grenzgelände wurde vom 7. bis zum 11. Breiteilgrade, wo die deutsch-französische mit der deutsch-englischen Grenze zusammentrifft, vermessen. Eine Einigung über eine vorläufige Vermarkung der Grenze ließ sich nicht herbeiführen. Die Vermarkung kann deswegen erst nach Abschluß der Verhandlungen, die zur Zeit mit der französischen Regierung geführt werden, erfolgen.

t.