Namerun.
I. Verwaltung.
Die schoir vor dem Berichtsjahre begonnene Vermarknng der neuen deutsch- Grenz- französischen Grenze durch zwei getrennt arbeitende, aus deutschen und franzö- regullermig. sischen Mitgliedern bestehende Kommissionen hat im Juli 1909 ihren Abschluß gefunden. Die ganze Grenze ist durch Grenzpfeiler, Grenzpyramiden und Walddurchhaue genau festgelegt.
Ende des Geschäftsjahres 1908/09 war die Grenze vom Tschadsee bis zu dem im südlichen Polabogen liegenden Ort Nassarao vollständig vermarkt. Die Grenzstrecke von Ä)ola bis zu den Croßschnellen wurde, wie dies in den Denkschriften für 1907/08 und 1908/09 ausgeführt ist, in der Zeit von Oktober 1907 bis Mitte April 1909 durch eine deutsch-englische Kommission vermessen. Im Oktober 1909 fanden auf Einladung der englischen Regierung in London Verhandlungen über die endgültige Festlegung dieser Grenze statt. Sie wurden gemäß Anregung der deutschen Regierung auf Festlegung der Grenze voll den Croßschnellen bis zum Meer ausgedehnt und führten zu einer Verständigung, deren Ratifikation noch aussteht.
Die Grenze gegen das spanische Muni-Gebiet ist im Jahre 1906 durch einen deutschen und einen spanischen Kommissar begangen lind aufgenommen worden.
Die beiden Kommissare haben im Jahre 1908 ihre Resultate in Übereinstimmung gebracht und in einem Protokoll niedergelegt. Die weiteren Verhandlungen mit der spanischen Regierung sind im Berichtsjahre nicht zum Abschluß gekommen.
Eine Grenzverletzung fand von spanischer Seite bei Nguainbang statt, einer Ortschaft, die im Süden des Kampobogens teils auf deutschem, teils auf spanischem Gebiete liegt. Der Generalgouverneur von Spanisch-Westafrika hat wegen des Vorfalls seül Bedauern ausgesprochen und Genugtuung in Aussicht gestellt.
Im Auftrage des Museums für Völkerkunde in Lübeck bereiste der Ethnograph Geographische Günther Teßmann in der Zeit vorn Herbst 1907 bis Sommer 1909 von Kampo Erforschung, aus das Gebiet der in Südkameruu, Muni und Gabon wohnenden Pangwe- stänlme.
Seitens der Residentur Garua wurde der Lauf des Benue bis zu seinen Quellen sowie das bisher unbekannte Muffugebiet im nördlichen Adamana erforscht. Letzteres erwies sich als gut besiedeltes, aber sehr armes Land. Eine von Dschailg aus veranstaltete Expedition führte zur geographischeil Erschließung des etwa 2000 (Zon großen Gebiets zwischen den Flüssen Nkam und Nün.
Dieses Gebiet stellt einen Ausschnitt aus dein nach Westen und Süden schroff