Jahrgang 
Teil 2 (1906)
Entstehung
Seite
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1. von dem Häuptling Piet Haibib:

a) Das Recht auf Minenbetrieb in dessen ganzen Gebiet auf die Dauer von 31 Jahren;

b) spezielle Konzessionen innerhalb eines Kreises von einer eng­lischen Meile Halbmesser um den Nadaphügel d. i. für d. s. g. Hopemine, auf 31 Jahre;

c) die Hopemine mit daran stossenden 16 englischen Quadrat­meilen Areal;

d) die Bergwerksrechte für jede neue Fundstelle auf 30 Jahre;

e) den Grundbesitz von 16 englischen Quadratmeilen um die s. g. Umib-Nickelmine, nebst dazugehörigen Bergwerksgerechtsamen;

f) desgl. um die s. g. Naramasmine mit Gerechtsamen;

2. von dem Häuptling Abraham Zwartboi die Bergwerksgerechtsame in dessen ganzem Landesgebiete;

3. von dem Häuptling Jan Jonker Afrikaner die Generalminen­konzessionen nebst 16 englischen Quadratmeilen um jede Grube und dem Rechte zur Anlage von Wegen und Strassen, sowie speziell dem Berg­werksrechte in der Umgegend von Hapueb.

2. Ausschlussurteil wegen Landansprüche in Bethanien.

Verkündet am 15. April 1896. gez. Hintz,

Gerichtsschreiber i. V.

Im Namen des Kaisers.

In Sachen der Deutschen Kolonial-Gesellschaft für Südwest-Afrika zu Berlin, vertreten durch deren Bevollmächtigten Kaufmann A. Schad, betreffend Anmeldung von Landansprüchen im Gebiete von Bethanien er­kennt das Kaiserliche Gericht erster Instanz durch den Kaiserlichen Richter Bezirkshauptmann Duft für Recht:

1. der zwischen dem Kapitän Josef Frederiks von Bethanien einer­seits und der Firma F. A. E. Lüderitz in Bremen andererseits am 25. August 1883 abgeschlossene Vertrag, betr. das Eigentumsrecht an dem 20 geographische Meilen breiten Küstenstreifen zwischen dem Kuisip- und Orangefluss wird für rechtsgültig erklärt.

2. Die der Firma F. A. E. Lüderitz im Gebiet von Bethanien durch Artikel 6 des Schutzvertrages vom 28. Oktober 1884 verliehenen ausschliesslichen Rechte, soweit sie durch das vorliegende Auf­gebot berührt sind, werden ebenfalls bestätigt und für rechtsgültig erklärt.

Die Kosten des Verfahrens fallen der Antragstellerin zur Last. Gründe:

Laut Vertrag vom 25. August 1883 hat der Kapitän von Bethanien Josef Frederiks an die Firma F. A. E. Lüderitz in