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daß dadurch der Sinn für Lotterie und Spiel großgezogen würde, mit der Begründung, daß beim Losen der Wettbewerb in fünf Minuten erledigt sein könnte, im Gegensatz zu der langen Zeitdauer der Auktion, und seien die sittlichen Gefahren jedenfalls weit geringer als bei letzterer. Diesen Ausführungen ist hinzuzufügen, daß das Losen dem natürlichen Gerechtigkeitssinn durchaus entspricht und daß es sich auch nur um gleichzeitige Bewerber handeln darf. Unter den Bewerbern, die die Anforderungen zu erfüllen imstande sind, muß dem, der sich nachweislich früher gemeldet hat, der 'Vorzug gegeben werden. Niemals darf jedenfalls das Vorhandensein mehrerer Bewerber eine kurzsichtige Finanzpolitik verleiten, einen höheren als den dem wahren Wert des Grundstücks entsprechenden Preis zu erzielen.
h) Einnahmen und Aufwendungen der Regierung.
Die wirklichen Einnahmen der Regierung aus Landverkäufen und Vermessungswesen (Tab. 5 u. 6) lassen sich leider nicht genau feststellen, da die Etats nur die Veranschlagungen für das folgende Jahr bringen, während die in dem laufenden Jahre erzielten Einnahmen, die der Veranschlagung zugrunde liegen, jedoch nur hin und wieder in den Bemerkungen erwähnt werden. Dies mag seinen Grund auch darin haben, daß die Einnahmen sich nicht so schnell verrechnen lassen und zunächst nur schätzungsweise festzustellen sind.
1905
1906
Tabelle 5.
Einnahmen aus Landverkäufen.
Bemerkungen
Unter „Sonstige Abgaben, Gebühren und verschiedene Verwaltongaeinnahmen“ erstmalig naoh Durohsohnittsergebnis der Rechnungsjahre 1897/98, 1899 aus Gesamtsumme herausgezogen.
iLaut Anmerkung im Etat für 1908 2 « * . . „ 1909
Etatjahr
Veran
Wirkliche
schlagung
Einnahmen
1901
18 000
1902
30 000
1903
30 000
1904
45 000
m 435
infolge Eriegs- > wirren 8 nicht veranschlagt.
183 861 1112 583
bzw. 2 124666
1907
45 000
1(2 000
2237 154 bzw. 3 288 000
1908
»366 000
1909
200 000
1910
360 000
1911
320 000
4 *