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Die Leistungen der Regierung in der südwestafrikanischen Land- und Minenfrage / von Paul Leutwein
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der Hauptkonsument entzogen wurde; andererseits hatten aber auch die baren Ansiedlungsbeihilfen keinen Segen gebracht, da die Mehrzahl der Neuansiedler diese Mittel in ihrer Unerfahrenheit als Lehrgeld hatten hingeben müssen, ohne dabei vorwärts zu kommen. Die Kriegsentschädigun­gen wurden teils zur Neubeschaffung des im Kriege ver­nichteten Viehstandes 1 verwandt, teils gingen sie außer Landes, da viele es vorzogen, sich mit dem Qelde in die Heimat zurückzubegeben. Diese Verhältnisse ließen es wünschenswert erscheinen, kapitalkräftigere Leute als An­siedler heranzuziehen und man nahm von weiteren Beihilfen Abstand. Zudem machte sich auch von 1907 ab ein ge­wisses Einströmen siedlungslustiger Leute in die Kolonie bemerkbar, so daß durch weniger günstige Kaufbedingungen keine 'Verlangsamung der Besiedelung zu befürchten war.

e) Urteile und Vorschläge.

Es hat nicht an Stimmen gefehlt, die schon früher eine Erhöhung des Kaufpreises mit schärferen Bedingungen ge­fordert haben. Schon Schlettwein (Der 'Farmer usw. S. 52) vertritt die Ansicht, daß die Regierung sich gutes Weide­land mit 1 Mark pro ha bezahlen lassen sollte, er möchte aber, um dem Käufer die Beschaffung des nötigen Viehs zu ermöglichen, die Abzahlungsbedingungen noch liberaler gestalten. Staatsanwalt Fuchs (ein Siedelungsvorschlag usw. S. 32/33) will einen Mindestpreis von 1 Mark pro ha festgesetzt wissen und volle Barzahlung. Demgegenüber betont Külz (Deutsch-Südafrika usw. S. 326), daß eine starke Erhöhung der Bodenpreise wirtschaftlich falsch sei, da nicht der Grund und Boden im Schutzgebiet die Unterlage für Kreditgewährung sei, sondern die Arbeitskraft und Arbeits­lust des Grundstücksinhabers, sowie seine Anschaffungen, wozu Külz auch den Viehstand rechnet.

Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß bei Beginn der Besiedelung einer Kolonie die Bodenpreise niedrig sein müssen, denn es kommt darauf an, möglichst 'tüchtige und leistungsfähige Leute ohne Rücksicht auf ihren Besitz in das Land hereinzuziehen. Mit der zunehmenden Entwicklung werden aber die Bodenpreise'steigen, weniger infolge der Besiedelung, als besonders durch die Erschließung des