Erstes Kapitel.
Die Anfänge.
In einem solchen Land und unter einem solchen Volk, wie wir es oben kennen gelernt haben, nahm die Rheinische Mission die Missionsarbeit auf. Missionar Schwelen auf Komaggas im Kaplande hatte schon 1823 und 1825 seine Missionsreisen bis nach Windhuk und Walfischbai hin ausgedehnt und die Herero, das Ziel seiner Sehnsucht, auf Okahandja kennen gelernt. In wiederholten Beschreiben bat er die Deputation der Rheinischen Missionsgesellschaft, Missionare auch zu ihnen zu senden und sich ebenso der Nama auf Rehoboth und in den Auasbergen anzunehmen. Im Jahre 1842 beauftragte deshalb die Deputation den Missionar Kleinschmidt, den Gehülfen Schmelens auf Komaggas, jene Gebiete zu untersuchen. Am 6. Oktober kam dieser auf Windhuk an. Hier hatte sich Jonker Afrikaner, der unterdessen die Herero bekämpft und ausgeraubt hatte, niedergelassen. Kleinschmidt fand bei ihm freudige Aufnahme.
Es waren jedoch einige Wochen vorher in Windhuk methodistische Missionare gewesen und hatten 20 Leute Jonkers getauft. Trotzdem nun Kleinschmidt Jonker erklärte, wegen der Methodisten nicht bei ihm bleiben zu können, blieb dieser dabei, er wolle nur die Missionare bei sich haben, die ihm vom Lehrer Schwelen empfohlen worden seien. Kleinschmidt holte nun seine Frau samt seinem Schwager Bam nebst seinem Gefährten Hugo Hahn aus Bethanien ab. Am 9. Dezember 1842 kamen sie aus Windhuk an, und nannten dasselbe wegen seiner Umgebung Elberfeld. Die
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Ionier Afrikaner.