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graphengestänge der Bahn hergestellt. Von den während des Feldzuges von den militärischen Telegraphenabteilungen hergestellten Linien sind mehrere ganz oder teilweise in die Reichstelegraphenverwaltung übernommen worden. 1908 befanden sich bei einer Leitungslänge von 2333 Kilometern 26 Telegraphen- und Fernsprechanstalten im Betrieb.
Im örtlichen Betriebe hat sich das Fernsprechwesen ausserordentlich rasch ausgedehnt. Orts-Fernsprechnetze bestanden 1908 in Windhuk, Swakopmund, Lüderitzbucht, Okahandja, Kari- bib, Omaruru, Keetmanshoop und Gibeon mit insgesamt 420 Anschlüssen.
Neben den von der Postverwaltung betriebenen Telegraphenlinien sind auch jetzt noch im Lande einige Feldtelegraphenlinien und heliographische Verbindungen vorhanden.
Welche Bedeutung im Wirtschaftsleben des Schutzgebiets auch der telegraphische und telephonische Fernverkehr besitzt, erhellt aus der Tatsache, dass nach der letzten amtlichen Feststellung in einem Jahre 326 709 Telegramme aufgegeben und 792 734 Gespräche vermittelt wurden. Der einzige schwere Mangel des sonst trefflich entwickelten Telegraphenwesens liegt in dem Umstand, dass der Uebersee-Kabelverkehr unter britischer Alleinherrschaft steht. Der weitere Mangel, dass zu Lande noch keine Verbindung zwischen der südlichsten deutschen Station Ramansdrift und der etwa 80 Kilometer entfernten nächsten britischen Telegraphenstation Steinkopf vorhanden ist, scheint demnächst behoben werden zu sollen. Der Premierminister Merriman von Kapland hat im März 1909 seine grundsätzliche Zustimmung zu dieser Verbindungslinie zu erkennen gegeben.
2. Der Gang der wirtschaftlichen Entwicklung.
(Allgemeiner Ueberblick.)
Bereits vor der deutschen Besitzergreifung ist es mehrfach unternommen worden, die wirtschaftliche Ausnutzungsmöglichkeit von Gebietsteilen des heutigen Deutsch-Südafrika zu erforschen. Wenn man von der See her das erste Mal der Küste des Landes sich nähert, so ist allerdings für jeden die erste sich aufdrängende Frage: wie kann ein Mensch überhaupt auf den Gedanken kommen, hier an oder hinter diesem Strande von unendlicher Oede und Trostlosigkeit ein nutzbares Land zu suchen? Zweifellos hat dieser Gedanke auch die ersten Europäer, die an die Küste kamen, vom Be-