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V.
Deutsches Kultur- und Geistesleben.
Die Mission.
Der erste Träger deutscher Kultur kam in das heutige Deutsch- Südafrika lange vor der deutschen Besitzergreifung: die Rheinische Mission, eine seit 1828 aus den Missionsvereinen von Elberfeld, Barmen, Köln, und später Wesel heraus gebildete evangelische Missionsgesellschaft, hatte ihre Tätigkeit unter den Hottentotten und unter den Hereros schon seit Jahrzehnten ausgeübt, als die deutsche Flagge das erste Mal an der Westküste Afrikas hoch ging. Bei der Schilderung der einzelnen deutschen Plätze ist bereits gezeigt worden, wie oft die ersten Anfänge heutiger Siedelungsstellen auf Missionsgründungen zurückzuführen sind. Mit geringeren oder grösseren Unterbrechungen arbeitete die Mission, als die Schutzherrschaft erklärt wurde, in Bethanien seit 1842, in Berseba seit 1850, in Hoachanas seit 1853, in Gibeon seit 1862 und in Warmbad seit 1868. Aber nicht nur im Namalande, sondern auch unter den Hereros und Bergdamaras hatte sie damals bereits festen Fuss gefasst. Stationen der Rheinischen Mission bestanden in Otjikango seit 1844, in Otjimbingwe seit 1849, in Okahandja seit 1870, in Okambahe und Omaruru seit 1870, in Otjosasu seit 1872, in Omburo seit 1876. Rehoboth war seit 1845 Missionsplatz.*)
*) Vgl. „Geschichte der Rheinischen Missionsgesellschaft“ von L. von Rhoden, 3. Ausgabe, Barmen 1888, S. 173 ff; 409 ff und „die Rheinische Mission im Hereroland“ von Pastor Spiecker, Barmen 1907. Einzelheiten in den Rheinischen Missionstraktaten, besd. 71, 72, 73, 129 und in den „Jahresberichten der Rheinischen Missionsgesellschaft“.