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Deutsch-Südafrika im 25. Jahre Deutscher Schutzherrschaft : Skizzen und Beiträge zur Geschichte Deutsch-Südafrikas / von Wilhelm Külz
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wurde der, Waterberg gewissermassen der Mittelpunkt des Ent­scheidungskampfes. Die Hereros hatten sich nach und nach hier zusammengezogen, um sich in der fruchtbaren und wasserreichen Gegend der deutschen Macht gegenüber zu halten; am 11. und 12. August 1904 wurden sie geschlagen und zur Flucht in die wasser­lose Omaheke gezwungen.

Die Gegend von Waterberg gehört zu dem besten Farmgelände des ehemaligen Hererogebietes. Der Wasser­reichtum hat den Gedanken nahe gelegt, am Südabhange des Berges Kleinsiedelungen für Garten- und Gemüsebau anzulegen. So zweifelsfrei die Ertragsfähigkeit des hierfür vorgesehenen Landes ist, so zweifelhaft ist im gegenwärtigen Moment noch in dieser Gegend eine genügende Absatzmöglichkeit für die Produkte des Klein­siedelungsbetriebes. Als einziger in der Nähe befindlicher Kon­sument würde jetzt das seit zwei Jahren auf Waterberg errichtete Polizeidepot mit seinen etwa 2030 Insassen in Frage kommen können, was natürlich noch nicht die Anlage einer einzigen solchen Heimstätte rechtfertigen könnte.

Der Bezirk Out jo.

Vom Ugab an nordwestlich erstreckt sich der Bezirk über das gewaltige Gebiet des Kaokofeldes und die östlich davon bis zum Ambolande und der Etoschapfanna gelegenen Gegenden. Trotz der grossen räumlichen Ausdehnung ist der Bezirk wirtschaftlich noch wenig entwickelt. Ein grosser Teil des Kaokofeldes ist über­haupt noch nicht bekannt. Im ganzen Bezirk wohnen 137 Weisse. Auch die eingeborene Bevölkerung ist nur gering. Etwa 100 Ovambos, 200 Hereros, 1000 Bergdamaras, 200 Hottentotten und 150 Buschleute sind die feststellbaren Ziffern der vorhandenen Ein­geborenen. Daneben mögen in den unzugängigen Gebieten und Gebirgen noch etwa je 1000 Buschleute und Bergdamaras umher­streifen. Die wirtschaftliche Erschliessung des Bezirks steht noch in den Anfängen. Von den 36 vorhandenen Farmen sind 30 in Be­wirtschaftung genommen, auf denen 3200 Stück Rindvieh, 5300 Stück Fleischschafe, 143 Wollschafe und 4800 Stück Ziegen stehen. Die Wasserverhältnisse auf den Farmen sind nicht ungünstig; es sind neben 35 natürlichen Wasserstellen 30 Brunnen angelegt. Einzelne von den Farmen sind schon längere Zeit im Betrieb und in vor­trefflichem Zustande, aber im allgemeinen scheint der Bezirk auf neuankommende Siedler nur wenig Anziehungskraft auszuüben, eine