nach beendetem Bondelzwartsfeldzug nordwärts sich wendende Truppenabteilung des Hauptmanns von Heydebreck entwaffnete deshalb die Unzuverlässigen. Bei Beginn des Witboifeldzuges war der Platz einer der ersten, der neben Kub und Nomtsas zur Sicherung des Bastardlandes besetzt wurde. Die frühere Missionsstation ist seit 1907 aufgegeben. Im Osten des Distrikts liegen an nennenswerten Plätzen Hoornkranz und Nauchas. Hoornkranz war lange Zeit der Stützpunkt Hendrik Witbois. In schwer zugängiger Gegend zwischen den Hakosbergen und den Groote Doden-Bergen bot es jahrelang den räubernden Witbois eine Zuflucht, bis Frangois im April 1893 Witboi aus Hoornkranz vertrieb. In den Resten der alten Witboischen Baulichkeiten haben sich jetzt notdürftig zwei Polizeisergeanten einquartiert. Südlich von Hoornkranz liegt
Nauchas,
das 1894 Regierungspferdedepot und Platz für die Pferde der Schutztruppe während der Sterbezeit wurde, nachdem das bis dahin benutzte Tinkas sich nicht bewährt hatte. 1899 wurde das Depot in eine grössere Anlage umgewandelt, und zwar in ein Hauptgestüt, ein Pferdedepot und eine Station. 1900 wurde die Gestütsverwaltung von der Militärverwaltung losgelöst und als Zweig der Zivilverwaltung dem Gouvernement unmittelbar unterstellt. Unter Leitung eines besonderen Gestütsdirektors hat sich hier und in dem benachbarten Areb, gefördert durch das der Pferdezucht günstige Höhenklima, ein recht ansehnliches Regierungsgestüt entwickelt. Fehlschläge sind natürlich nicht ausgeblieben, das ist bei einer so diffizilen Sache, wie der Pferdezucht, auch nicht zu vermeiden, aber von dem Gedanken, das Gestüt ganz aufzugeben, scheint man doch wieder abgekommen zu sein. Der letzte Bestand der Gestütsverwaltung belief sich auf 448 Pferde, darunter 3 Hauptbeschäler, 10 stationierte Landbeschäler und 128 Zuchtstuten.
Wirtschaftlich gehört der Distrikt Rehoboth zu den besten Weidegebieten des Landes und eignet sich sowohl für Rindvieh- wie für Kleinviehzucht, an einigen Stellen, so vor allem bei Awabes, Nauchas, Areb, auch für Pferdezucht. Obwohl die Tatsache, dass ein grosser Teil des Landes den Bastards als Stammeseigentum gehört, einer deutschen Besiedlung hemmend entgegentreten muss, bestehen doch 42 Farmen im Distrikt, von denen allerdings eine kleine Anzahl noch nicht bewirtschaftet ist. Der Viehbestand hat