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Helme mit Storchschnäbeln im Gebrauch, von welchen ebenfalls Flegel einige Prachtstücke mitgebracht hat. 39a )
Kriegsglocken, ähnlich den bei Dyirum erbeuteten Glocken, kommen angeblich bei den Haussa (nach Flegel) vor (Abb. 82) 40 ), ferner bei manchen Heidenstämmen in Adamaua und im Kongobecken, 41 ) haben also eine weite Verbreitung. Ihre Entwickelungsgeschichte geht aus Abb. 257 hervor. Anfangs besitzen sie einen Klöppel, später werden zwei Glocken durch einen Bügel verbunden und mit einem mit Tuch umwickelten Schlegel von aussen angeschlagen.
Die mit mohamedanischer Tracht versehenen Krieger begnügen sich, die Tobe und Aermel aufzuschürzen, einen, meist scharlachrothen Zeugstreif als Gürtel umzubinden und Brust und Rücken mit Kleidern auszustopfen. Die Reiterei trägt dagegen Brust- und Kettenpanzer auf blossem Körper, darüber Toben.
Die seit Denham berühmten Wattenreiter sind auch heute noch trotz ihrer Unbeweglichkeit als schwere Kavallerie im Gebrauch. Doch scheint die leichte Reiterei, welche nur eiserne Brustpanzer trägt, bereits zu dominiren. Wir selbst haben z. B. niemals welche gesehen und hatten auch bei Dyirum nur leichte Reiter uns gegenüber. Zum Schutz des Kopfes dienen wattirte Helme oder dicke Turbane.
Mit dem Vordringen des Islam gewinnt mohamedanische Tracht und Bewaffnung immer mehr an Boden; die ursprünglichen Waffen, der bunte phantastische Kriegsputz und die primitive Bekleidung der heidnischen Stämme verschwinden mehr und mehr und damit geht vieles Ursprüngliche und Originelle zu Grunde.
Wohnungen und Hausgeräthe.
Fast noch mehr als Kleidung und Bewaffnung sind die häuslichen Einrichtungen eines Volkes, sein Hauswesen, seine täglichen Bedürfnisse und Gewohnheiten, Luxusansprüche und der dadurch bedingte Zustand seiner Land- wirthschaft, seiner Industrie und seines Handels für die Beurtheilung seiner Kultur wichtig. Auch werden manche Eigenthiimlichkeiten oft mit bemerkenswerther Zähigkeit festgehalten und geben werthvolle Merkmale für die Geschichte und Zusammengehörigkeit ursprünglich verwandter Völker ab. So sind z. B. gerade für die Mehrzahl der Sudanvölker ihre Häuser und häuslichen Einrichtungen charakteristisch und trennen sie scharf von ihren südlichen Nachbarn.
Die Form des Sudanhauses ist die runde mit spitzem, kegelförmigem Grasdach. Barth' sah dieses Haus zum ersten Mal in Damergu; die Häuser in Asben hatten noch Bienenkorbform. Hier war zum ersten Mal Dach und Wand streng geschieden. Er weist auf die grosse Aehnlichkeit zwischen diesen Hütten und denen der ursprünglichen Bewohner im alten Latium hin, wie sie Vitruv